Fußball-WM

Spätes Torspektakel: Schweiz ringt Bosnien nieder


Aktualisiert am 18.06.2026 – 23:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Riesen-Jubel bei der Schweiz: Die „Eidgenossen“ hoffen weiter auf die K.-o.-Runde. (Quelle: Mark J. Terrill/ap)

Gegen Bosnien und Herzegowina hat die Schweiz große Mühe. Doch späte Tore und ein Platzverweis bringen die Erlösung.

Die Schweiz hat sich in ihrem zweiten Vorrundenspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft einen späten Sieg erkämpft. Durch drei ganz späte Tore setzten sich die Schweizer trotz großer Mühe am Ende deutlich mit 4:1 (0:0) gegen Bosnien und Herzegowina durch. Johan Manzambi erzielte erst in der 74. Minute die Führung. Nach einer Roten Karte gegen Bosniens Tarik Muharemović wegen einer Notbremse (80. Minute) konnten Rubén Vargas (84.) und nochmal Manzambi (90.) dann noch erhöhen. Ermin Mahmić erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit noch den bosnischen Ehrentreffer, bevor Granit Xhaka in der siebten Minute der Nachspielzeit per Elfmeter den Endstand markierte.

Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Katar zum Vorrundenauftakt hat die Schweiz unter Druck damit einen großen Schritt in Richtung K.-o.-Runde gemacht. Die Bosnier müssen nach ihrem 1:1 zum Auftakt gegen Kanada weiter zittern.

So lief das Spiel

Die Schweiz wurde ihrer Rolle als Favorit zwar gerecht, übernahm sofort die Spielkontrolle und kam auch rasch zu ersten Chancen, doch Dan Ndoye fehlte die Präzision im Abschluss für echte Torgefahr. Bosnien-Herzegowina hatte im hochmodernen Los-Angeles-Stadion vor 70.022 Zuschauern dafür akustisch auf den Rängen ein deutliches Übergewicht.

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„Wir versuchen das auf dem Platz zu regeln und nicht auf der Tribüne oder den Zuschauerrängen“, hatte der Schweizer Trainer Murat Yakin vor dem Spiel gesagt. Auf dem Feld bekam es die Schweiz auch mit Edin Džeko zu tun, der in der Startelf stand. Beim 1:1 gegen Kanada war der Kapitän noch eingewechselt worden.

Volles Risiko vermieden beide Mannschaften, die Konstellation in der in alle Richtungen offenen Gruppe B spielte dabei wohl eine Rolle. Bis etwa 30 Meter vor dem Tor durften die Schweizer kombinieren, dann aber störte die Defensive um Schalke-Profi Nikola Katić konsequent und erfolgreich. Ndoye von Nottingham Forest war der Einzige, der es im Strafraum zu Abschlüssen brachte, der Versuch von Remo Freuler (23.) aus der Distanz stand symbolisch für die Schwierigkeiten der Eidgenossen.

Für das Team von Trainer Sergej Barbarez hatte Džeko die erste Halbchance, nach 32 Minuten traf er aber im Strafraum den Ball nicht richtig. Als er in der 41. Minute wieder zum Abschluss kam, davor für seinen Geschmack aber zu lange auf den Ball warten musste, reagierte der Aufstiegsheld des FC Schalke 04 aufgebracht. Nach 62 Minuten war dann Schluss, für ihn kam Esmir Bajraktarević von PSV Eindhoven. Kurz zuvor hatte erneut Ndoye die bis dahin spektakulärste Gelegenheit der Partie, sein Fallrückzieher in der 55. Minute klärte St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj aber zur Ecke.

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