„Ich bin ramponiert“
Schlagerstar Heino verletzt auf der Bühne
10.07.2026 – 11:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Donnerstag spielt Heino ein Konzert in Bayern. Doch der Schlagerstar präsentiert sich nicht in gewohnter Form, sondern körperlich angeschlagen.
Heino ist „ramponiert“. Am Donnerstag hat der Schlagerstar ein Open-Air-Konzert im unterfränkischen Großheubach gegeben, sich dort jedoch körperlich eingeschränkt gezeigt. Er trat mit einem Orthesenstiefel auf die Bühne und spann vor seinem Publikum eine Geschichte zur Verletzung.
„Ich bin ramponiert und warum bin ich ramponiert? Richtig, weil ich nämlich elf Meter geschossen habe“, äußerte er, wie in einem Video des Auftritts auf seinem Instagram-Account zu sehen ist. Er führte fort: „Die haben nämlich gesagt, sie haben keinen Elfmeterschützen, ob ich das machen würde.“ Neun Bälle habe er ins Tor gebracht, „und der zehnte hat mich dann verletzt“, scherzt er. Sie spielen das Video ab, indem Sie mittig auf den folgenden Beitrag klicken.
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In einer Bildunterschrift zu dem Clip heißt es: „Ich habe mir das Konzert heute Abend in Großheubach nicht nehmen lassen, stand wieder auf der Bühne.“ Seinen „dicken Spezialschuh“ werde er auch bei seinen nächsten Auftritten noch tragen müssen. „Einen kleinen Schönheitsmakel kann man mit 87 Jahren kurzfristig schon mal haben!“
Heinos Streit mit der AfD
Heino demonstriert bei seinen Auftritten eine stark patriotische Seite, so auch bei seinem Auftritt in Großheubach, bei dem er vor einer auffällig großen Deutschlandflagge spielte. In der Vergangenheit ist er mehrfach mit Rassismusvorwürfen konfrontiert worden – unter anderem wegen Liedtexten aus seinem Repertoire, die als diskriminierend gelten. Dazu zählt etwa der Titel „Lustig ist das Zigeunerleben“ aus dem Jahr 1977. Der Begriff „Zigeuner“ wird heute als abwertend empfunden. Heino hat mehrfach bekräftigt, seine Lieder weiterhin in ursprünglicher Form zu singen.
- Sänger will Zeichen setzen: Heino will mindestens 30.000 Euro von der AfD
Mit der laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistischen Partei der AfD Uckermark befindet er sich derzeit in einem Rechtsstreit. Wie sein Manager Helmut Werner der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wehre sich Heino allerdings gegen die Vereinnahmung seiner Person für politische Zwecke.
So habe der Musiker auch Klage wegen immateriellen Schadens über 30.000 Euro eingereicht, weil die AfD Uckermark mit einer Wahlwerbung mit ihm seine Persönlichkeitsrechte und Markenrechte verletzt habe. Das sei ein Nährboden dafür, dass Heino in die rechte politische Ecke gestellt werde, wo er Werner zufolge nicht hingehöre. Er habe sich bei der vergangenen Bundestagswahl als CDU-Wähler und Unterstützer von Friedrich Merz positioniert.
