USA

Schöner Zwischenfall über den Wolken


28.04.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.

USA: Baby Brielle wurde auf einem Flug von Atlanta nach Portland geboren. Sie kam zwei Wochen zu früh auf die Welt. (Quelle: Tina Fritz via AP)

Bitte schnallen Sie sich an, bringen Sie Ihren Klapptisch in eine aufrechte und verriegelte Position und bereiten Sie sich auf die Entbindung vor. Einen höchst ungewöhnlichen Flug erlebten Passagiere kürzlich in den USA.

Eine US-Amerikanerin hat am vergangenen Freitag auf einem Flug von Atlanta nach Portland kurz vor der Landung im US-Bundesstaat Oregon ein kerngesundes Baby entbunden. Das kleine Mädchen wog bei der Geburt über den Wolken rund 2,5 Kilogramm, schreibt die Nachrichtenagentur AP. Zwei Sanitäterinnen, die zufällig an Bord der Delta-Maschine waren, halfen bei der Geburt.

Die beiden Frauen waren gerade auf dem Rückweg von einem Urlaub in der Dominikanischen Republik, berichtet AP. Sie hätten auf dem Flug bereits einem kränklichen Passagier geholfen, als eine Flugbegleiterin sie bat, auch nach der schwangeren Ashley Blair aus Tennessee zu sehen. Diese war auf dem Weg nach Oregon, um ihr Kind im Beisein der eigenen Mutter zur Welt zu bringen.

Doch etwa eine halbe Stunde vor Portland hätten die Wehen eingesetzt und seien in kürzester Zeit immer heftiger geworden. Der Sitznachbar von Blair habe sich daraufhin umgesetzt. Die Sanitäterinnen borgten sich laut AP Decken von anderen Passagieren. Blair machte drei „sehr kräftige, wirklich gute Presswehen, und das Baby kam sehr schnell zur Welt“, erzählte eine Sanitäterin später. „Es war schön.“ Sie hätte dann den Schnürsenkel einer Flugbegleiterin benutzt, um die Nabelschnur abzubinden. „Der Flug startete mit 153 Passagieren und endete mit 154 Passagieren“, so die Geburtshelferin weiter.

Kaum war das Flugzeug in die Parkpositon gerollt, wurden auch schon die ersten Fotos mit dem Baby gemacht, dem die Mutter den Namen Brielle gab, heißt es weiter. Ein Einsatzteam der Flughafenfeuerwehr von Portland stellte fest, dass Mutter und Kind wohlauf waren, und die neue Familie sei zur Beobachtung in ein örtliches Krankenhaus gebracht worden.

„Wir danken der Crew und den medizinischen Helfern an Bord herzlich, die vor der Landung in Portland die Versorgung eines Passagiers übernommen haben. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität, und wir wünschen der neuen Familie alles Gute“, teilte Delta mit.

Das Flugzeugbaby in den USA kam den Angaben zufolge zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt. In Deutschland hätte eine Schwangere zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr fliegen dürfen. Warum? Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Hierzulande dürfen Schwangere bei unkompliziertem Verlauf meist bis zum Ende der 35./36. Schwangerschaftswoche (SSW) fliegen, danach verweigern die meisten Airlines die Beförderung.

Ab der 28. SSW ist in der Regel eine ärztliche Bescheinigung über die Flugtauglichkeit erforderlich. Sie muss bei einem Flug mitgeführt werden. Bei Mehrlingsschwangerschaften gelten oft strengere Regeln (oft nur bis zur 32. SSW).

Share.
Die mobile Version verlassen