Berlin und Brandenburg betroffen

Postbank-Filialen bleiben wegen Warnstreik zu

28.04.2026 – 12:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Postbank Filiale in der Joachimsthaler Straße (Archivbild): Einige Filialen bleiben wegen des Streiks geschlossen. (Quelle: IMAGO/Schoening/imago)

An zwei Tagen bleiben viele Postbank-Filialen in Berlin und Brandenburg geschlossen. Hinter dem Ausstand steckt mehr als ein Lohnstreit.

Viele Postbank-Filialen in Berlin und Brandenburg bleiben am Donnerstag, 30. April, und Samstag, 2. Mai 2026, geschlossen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG bundesweit zum Warnstreik aufgerufen.

Auslöser sind festgefahrene Tarifverhandlungen für rund 9.000 Beschäftigte der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Verdi fordert acht Prozent mehr Gehalt – mindestens 300 Euro monatlich – sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung. Ein annehmbares Angebot der Arbeitgeberseite fehlt bislang.

Verhandlungsführer Jan Duscheck kritisierte: „Die Beschäftigten erwarten ein deutliches Signal der Anerkennung. Stattdessen hat die Arbeitgeberseite ein Angebot vorgelegt, das weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben widerspiegelt.“

Gestritten wird nicht nur ums Geld. Die laufende Integration der Postbank in die Deutsche Bank geht laut Verdi mit Filialschließungen und Umstrukturierungen einher – viele Beschäftigte wissen nicht, wie es mit ihrem Standort weitergeht.

Die in Berlin-Brandenburg zuständige Gewerkschaftssekretärin fordert, das verbliebene Filialnetz zu erhalten, und lehnt weitere Schließungen ab. Besonders ältere Menschen seien auf eine erreichbare Beratung vor Ort angewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18. Mai 2026 in Frankfurt am Main statt.

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