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Spanier versprechen Urlaubern gesicherte Kerosin-Reserven

13.05.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Flugzeug wird am Flughafen von Fuerteventura betankt (Symbolbild): Spanien verspricht, für den Urlaubssommer genug Kerosin im Land zu haben.

Für das Tourismusland Spanien ist eine stabile Versorgung mit Kerosin in den Sommermonaten entscheidend. Engpässe werde es nicht geben, verspricht das zuständige Ministerium.

Die spanische Regierung hat für den Sommer eine zuverlässige Versorgung mit Kerosin zugesichert. Trotz der Engpässe im internationalen Ölhandel durch den Iran-Konflikt könne der Bedarf der Luftfahrt in der Hauptreisezeit gedeckt werden, sagte der für Energie zuständige Staatssekretär Joan Groizard vor Pressevertretern. Die Vorräte seien auch ausreichend, falls Lieferwege kurzfristig ausfallen sollten.

Spanien sieht sich nach Aussage des Energieministeriums dank eigener Kapazitäten vergleichsweise gut vorbereitet. Acht Raffinerien decken rund 80 Prozent des nationalen Kerosinbedarfs ab. Zudem wurden die strategischen Reserven auf das Niveau von 90 Tagen regulären Verbrauchs erhöht, heißt es. Heißt: Die vorhandenen strategischen Vorräte reichen aus, um den normalen Verbrauch für 90 Tage zu decken – selbst wenn ab sofort keine neuen Lieferungen mehr eintreffen würden.

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Tourismus als Hauptindustrie

Der Tourismus ist eine tragende Säule der spanischen Wirtschaft. Spanien verzeichnete 2025 ein Rekordjahr mit geschätzten 96,8 bis 98 Millionen internationalen Besuchern, wobei Deutschland neben Großbritannien und Frankreich zu den wichtigsten Herkunftsländern zählt. Über 10 Millionen Flugpassagiere aus Deutschland reisten allein im Sommer 2025 nach Spanien (Quelle: Handelsblatt).

Eine Abhängigkeit von Importen aus Krisengebieten sei nicht gegeben, dennoch berge die aktuelle Lage auf lange Sicht auch Risiken. So rechnet die spanische Regierung trotz ausreichender Lager- und Produktionskapazitäten mit steigenden Preisen für Energie und Treibstoff.

Groizard warnte, dass die wirtschaftlichen Folgen womöglich noch lange nach dem Ende des Iran-Konflikts spürbar bleiben könnten. Der Staatssekretär sagte: „Selbst, wenn der Konflikt morgen enden würde, werden beschädigte Infrastrukturen und die Wiederherstellung der Handelsströme noch viel Zeit benötigen.“

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