„Das hat mir das Herz gebrochen“

Bushido hat eine Schwester – und wusste es jahrzehntelang nicht


06.11.2026 – 15:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Bushido: Der Rapper erfuhr erst spät von einem Familiengeheimnis. (Quelle: IMAGO/Eventpress Becher)

Rapper Bushido wünschte sich sein Leben lang eine Schwester. Doch die gab es längst – und seine Frau Anna-Maria wusste davon.

Luise Maria Engel, die Mutter von Rapper Bushido, starb im Jahr 2013 an den Folgen einer Brustkrebserkrankung. Ein Geheimnis nahm sie dabei fast mit ins Grab: dass sie noch eine Tochter und ihr Sohn damit eine ältere Halbschwester hat. Ihrer Schwiegertochter Anna-Maria Ferchichi hatte sie es jedoch anvertraut, wie diese nun der „Bild“ erzählte.

Besonders ein Moment blieb Anna-Maria Ferchichi in Erinnerung. In der Anfangszeit ihrer Beziehung hatte Bushido in ihrem Arm gelegen und ihr erzählt, dass er sich immer eine Schwester gewünscht habe. „Das hat mir das Herz gebrochen“, sagte sie. Ihrer Schwiegermutter habe sie daraufhin gesagt, sie solle die Sache klären, sobald es ihr gesundheitlich besser gehe.

Bushido: „Keine Ahnung, warum sie das für sich behielt“

Als sich der Zustand von Luise Maria Engel im Jahr 2013 so weit verschlechterte, dass sie ins Koma fiel, brach Anna-Maria Ferchichi ihr Schweigen. Sie eröffnete ihrem Mann: „Wir müssen noch jemandem Bescheid sagen. Du hast noch eine ältere Schwester!“ Bushido, damals Mitte 30, reagierte laut seiner Frau mit Fassungslosigkeit: „Da ist er fast ohnmächtig geworden. Das war eine wirklich schlimme Situation.“

Dabei war Bushido seiner Halbschwester, die vier Jahre älter ist als er, bereits einmal begegnet, ohne es zu wissen. Auf der Beerdigung seines Großvaters standen sich die beiden gegenüber. Sie wusste, wer er war. Er nicht. „Meine Mutter hatte mir nie erzählt, dass es sie gibt. Keine Ahnung, warum sie das für sich behielt“, sagte Bushido.

Anna-Maria Ferchichi und Bushido: Die beiden haben sieben gemeinsame Kinder. (Quelle: IMAGO/Agentur Baganz)

Nach der Enthüllung rief er seine Halbschwester an. Es folgten Besuche und gemeinsame Weihnachten. Doch die Begegnungen waren auch mit Schmerz verbunden. Anna-Maria Ferchichi erinnerte sich daran, wie die Schwester am Tisch saß: „Seine Mutter war gerade erst gestorben. Dann sitzt da plötzlich jemand, der genauso gestikuliert und dieselbe Mimik hat. Das war für Anis sehr schwierig.“

Eine enge Geschwisterbindung entstand aus den Treffen nicht. „Nur weil jemand mit dir verwandt ist, macht es ja nicht plötzlich Klick und du hast dieselben Gefühle, die du hättest, wenn du dein ganzes Leben mit diesem Menschen aufgewachsen wärst“, erklärte Bushido. Inzwischen sei der Kontakt wieder eingeschlafen. „Ich habe mich damit abgefunden“, sagte er.

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