„Gen Z regelt“

Drohende Proteste am Samstag: So schützen Sie Ihr Auto


30.10.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Ausschreitungen in Frankreich: Die Proteste sind eine Inspiration für „Gen Z regelt“, die Gruppierung distanziert sich aber von Gewalt (Archivbild). (Quelle: Nicolas Tucat/AFP/dpa/dpa-bilder)

Für Samstag sind in mehreren deutschen Städten Demonstrationen angekündigt. Wer sein Auto in der Innenstadt stehen hat, sollte vorher ein paar einfache Dinge beachten.

Für Samstag, den 31. Oktober 2026, sind in Deutschland Demonstrationen in knapp 30 Städten angekündigt. Aufgerufen hat dazu die Gruppierung „Gen Z regelt“ beziehungsweise „Gen Z steht auf“. Sie mobilisiert über ihre Website, über soziale Medien wie TikTok und Instagram sowie über Nachrichtenkanäle wie Telegram.

Die Aufmerksamkeit ist auch deshalb groß, weil es in Frankreich zuletzt bei Protesten zu Ausschreitungen, Brandstiftungen, Plünderungen, Ausgangssperren und Demonstrationsverboten gekommen war. In Deutschland äußern sich die Sicherheitsbehörden bisher zurückhaltender: Nach Angaben des Bundesinnenministeriums liegen den Sicherheitsbehörden des Bundes derzeit keine weitergehenden Erkenntnisse zu geplanten gewalttätigen Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen vor.

Ganz ausschließen lässt sich ein unruhiger Verlauf aber nicht. Teile der linksextremistischen Szene und vereinzelt Gruppierungen aus dem auslandsbezogenen Extremismus griffen die Demonstrationsaufrufe auf und beteiligten sich an der Mobilisierung, hieß es aus dem Ministerium.

Für Autofahrer bedeutet das: Wer sein Fahrzeug am Samstag nicht benötigt und in der Nähe von Innenstädten, Demonstrationsrouten oder möglichen Gegenveranstaltungen parkt, sollte vorsorgen.

Wo das Auto am besten steht

Am sichersten ist es, das Auto möglichst schon am Vorabend aus betroffenen Innenstadtbereichen herauszubringen. Eine abschließbare Garage oder ein Parkhaus außerhalb der Innenstadt ist dafür meist die bessere Wahl als ein Stellplatz am Straßenrand. Wichtig ist aber nicht nur, dass der Ort abgelegen ist. Ein beleuchteter, regelmäßig genutzter Stellplatz kann sinnvoller sein als eine verlassene Fläche im Industriegebiet. Supermarktparkplätze sind ebenfalls keine verlässliche Ausweichlösung: Sie sind meist an einen Einkauf und eine begrenzte Parkdauer gebunden. Wer sein Auto dort länger abstellt, riskiert eine Vertragsforderung oder im Zweifel das Abschleppen.

Kommt eine Garage nicht infrage, kann ein Parkplatz mit Schranke oder Personal eine Alternative sein. Vorher sollte man prüfen, ob der Parkplatz abseits der angekündigten Route liegt – und nicht in der Nähe möglicher Gegenveranstaltungen. Informationen dazu geben in der Regel Stadt und Polizei.

Innenraum leer räumen und Zustand dokumentieren

Bevor Sie das Auto abstellen, sollte der Innenraum vollständig leer sein. Taschen, Jacken, Ladekabel, technische Geräte, Dokumente und Kleingeld sollten weder sichtbar im Auto liegen noch im Fahrzeug bleiben. Das gilt auch für den Kofferraum. Schon scheinbar belanglose Gegenstände können von außen den Eindruck erwecken, dass sich ein Blick ins Auto lohnt.

Fenster und Schiebedach sollten geschlossen, das Fahrzeug verriegelt und der Zustand dokumentiert werden. Sinnvoll sind Fotos von allen Seiten, von Felgen, Spiegeln, Scheiben und bereits vorhandenen Vorschäden. Das dauert nur wenige Minuten, kann im Schadenfall aber helfen, den Zustand vor dem Abstellen nachzuweisen.

Welche Versicherung bei Schäden zahlt

Vandalismus ist nicht automatisch mitversichert: Die Kfz-Haftpflichtversicherung hilft bei solchen Schäden am eigenen Auto nicht. Sie ist dafür da, Schäden zu regulieren, die man anderen zufügt. Wer sein eigenes Fahrzeug gegen Beschädigungen absichern will, ist auf die Kaskoversicherung angewiesen.

Brennendes Auto in Frankreich: Für solche Schäden kommt die Kaskoversicherung auf. (Quelle: Julien Mattia/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa-bilder)
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