„Vorstand muss Perspektive bieten“

VW drosselt Produktion im Problemwerk Osnabrück

17.06.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 1 Min.

T-Roc-Cabriolet , Porsche Cayman und Porsche 718 auf dem Betriebsgelände von VW in Osnabrück. (Quelle: IMAGO/Martin Schroeder/imago)

VW drosselt die Produktion des T-Roc Cabrio in Osnabrück. Für die 2.300 Mitarbeiter des Werks wird die Zukunft damit noch ungewisser.

Volkswagen drosselt die Produktion des Nischenmodells T-Roc Cabrio in seinem Werk in Osnabrück. So werde der Werksurlaub um eine Woche verlängert, zudem gebe es zusätzliche produktionsfreie Tage, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Hintergrund sei die für Cabrios übliche saisonale Nachfrageentwicklung: Diese Fahrzeuge würden vor allem im Frühjahr und Sommer bestellt, während die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte typischerweise zurückgehe.

Der VW-Konzernbetriebsrat erklärte, die ursprüngliche Planung, wonach das Volumen des T-Roc Cabrio bis September nächsten Jahres reichen sollte, sei hinfällig. Der Vorstand müsse den Beschäftigten in Osnabrück nun eine Perspektive bieten.

Früher hatte der Autobauer Karmann in Osnabrück Coupés und Cabrios auf Basis des VW Käfer gebaut. Laut Volkswagen soll das T-Roc Cabrio noch bis kommendes Jahr dort gebaut werden. Danach ist die Zukunft der Fabrik mit 2.300 Mitarbeitern offen. Volkswagen erklärte zuletzt, derzeit Perspektiven für den Standort zu prüfen. Dazu werde mit Unternehmen aus der Rüstungsindustrie gesprochen, hieß es.

Als ein Interessent gilt der israelische Iron-Dome-Hersteller Rafael. Allerdings lässt eine Einigung bislang auf sich warten. Zeitweise hatte auch der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall Interesse an dem Werk angemeldet, im März allerdings abgewunken.

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