Zeugen melden sich

Wurde die verschwundene Vanessa endlich gesehen?

Aktualisiert am 07.08.2026 – 14:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Vanessa Huber (Archivbild): Die Unterhachingerin wird seit mehr als vier Jahren vermisst. Nun gibt es neue Hinweise. (Quelle: Polizei München)

Vanessa Huber aus Unterhaching gilt seit November 2022 als vermisst. Nun melden sich mehrere Zeugen aus einer norddeutschen Küstenstadt.

Seit November 2022 ist Vanessa Huber aus Unterhaching spurlos verschwunden – ein Fall, der die Menschen im Münchner Umland bis heute nicht loslässt. Doch jetzt könnte es eine entscheidende Wende geben: Mehrere Zeugen wollen die vermisste Frau rund 700 Kilometer entfernt an der Ostsee gesehen haben.

Die Polizei Rostock bestätigt die Hinweise – Anfang der Woche sei Vanessa im Bereich Stolteraer/Diedrichshagen bei Rostock-Warnemünde beobachtet worden. Nach fast vier Jahren ohne Lebenszeichen könnte dies der erste konkrete Hinweis auf ihren Verbleib sein.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte zudem, dass ein Video gesichert worden sei. Auf dem sei eine Person zu sehen, bei der es sich möglicherweise um die Vermisste handele. „Diesen Hinweisen wird derzeit mit Hochdruck nachgegangen“, schilderte die Sprecherin.

Fall Vanessa Huber: Ermittlungen bislang ohne Erfolg

Huber war am 5. November 2022 verschwunden. Ihr Ehemann hatte der Polizei erklärt, sie sei nach einem Streit aus der gemeinsamen Wohnung gegangen und nicht zurückgekehrt. Besonders mysteriös: Vanessa Huber, damals 39 Jahre alt, hatte bei ihrem Verschwinden sämtliche persönlichen Gegenstände zurückgelassen. Am 7. November meldete der Mann die Frau als vermisst. Die Polizei hielt ein Gewaltdelikt ebenso für möglich wie einen Suizid oder ein Untertauchen.

Das letzte Bild von ihr (Archivbild): Nach ihrem Einkauf in einer Norma-Filiale wurde Vanessa Huber nicht mehr gesehen. Mit im Video der Überwachungskameras ist ihr Ehemann zu sehen. (Quelle: Polizeipräsidium München)

Da die Aussagen des Ehemanns Widersprüche enthielten, galt er schnell als Hauptverdächtiger. Die Polizei leitete großangelegte Suchaktionen ein, bei denen unter anderem Drohnen den Perlacher Forst überflogen, jedoch ohne Erfolg.

Ehemann von Vanessa Huber geriet unter Verdacht

Auf dem Laptop des Mannes stellten Ermittler fest, dass er online mehrfach die Koordinaten eines Tümpels bei Unterhaching eingegeben hatte. Das Gewässer wurde im Sommer 2024 von Tauchern untersucht, Hubers Leiche fand sich dort jedoch nicht. Noch im selben Jahr starb ihr Ehemann ohne Fremdeinwirkung in seiner Wohnung. Nach seinem Tod 2024 wurden die Ermittlungen eingestellt.

Vanessa Hubers Eltern hatten sich in der Vergangenheit auch in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ zu Wort gemeldet. Die Mutter sagte damals: „Auch wenn sie uns nicht mehr sehen will, das wäre mir egal. Hauptsache, man weiß, sie wäre noch am Leben.“

Der Kriminaldauerdienst der Polizeiinspektion Rostock nimmt Hinweise zum Verbleib von Vanessa Huber unter der Telefonnummer 0381-4916 1616 entgegen.

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