Deutschlands wichtigstes Forschungsschiff

Halbes Jahr Antarktis: „Polarstern“ ist wieder in Bremerhaven

15.05.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 1 Min.

Menschen beobachten die Rückkehr des Schiffes: Die „Polarstern“ ist wieder in ihrem Heimathafen Bremerhaven. (Quelle: Jörn Hüneke/dpa/dpa-bilder)

Nach 183 Tagen kehrt Deutschlands wichtigstes Forschungsschiff aus der Antarktis zurück. Im Gepäck hat es bedeutende Daten und eine erstaunliche Entdeckung.

Das Forschungsschiff „Polarstern“ ist nach 183 Tagen in der Antarktis in Bremerhaven eingelaufen. Nach Angaben des Bundesforschungsministeriums brachte die Crew Daten zum Rückgang des Meereises und zu antarktischen Ökosystemen mit. Während der Expedition soll im Weddellmeer zudem eine bisher nicht kartografierte Insel entdeckt worden sein.

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„Nach einem halben Jahr kommt sie heute mit bedeutenden Ergebnissen für die Wissenschaft zurück“, sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) über das Schiff. „Sie führt uns vor Augen, dass auch das Meereis der Antarktis vom Klimawandel betroffen ist.“

Insel ragt aus dem Wasser: Zunächst sah sie wie ein Eisberg aus. (Quelle: Alfred-Wegener-Institut / Simon Dreutter)

„Polarstern“ hat Verständnis über die Antarktis geändert

Hajo Eicken, wissenschaftlicher Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, das die „Polarstern“ betreibt, sagte: „Gerade unser Verständnis der Antarktis hat sich durch die von „Polarstern“ ermöglichte Datengewinnung erheblich gewandelt.“ Die Wechselwirkungen des Eisschildes mit dem Ozean und die vom Meereis bestimmten Ökosysteme erschienen nun wesentlich dynamischer und variabler als noch zur Zeit der Indienststellung des Schiffs, so Eicken.

Der Forschungseisbrecher ist seit mehr als 43 Jahren unterwegs, hat seitdem mehr als 150 Expeditionen absolviert und fast zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. 2030 soll der Nachfolger, die „Polarstern II“, in Dienst gestellt werden.

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