Fall Christa Pike

Papst setzte sich wohl für Aussetzung von Hinrichtung ein


02.10.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Papst Leo XIV. (Archivbild): Er setzte sich wohl dafür ein, dass Christa Pike nicht hingerichtet wird. (Quelle: IMAGO/Maria Laura Antonelli / Agf/imago)

Schon vor der gescheiterten Hinrichtung erhitzte der Fall von Christa Pike die Gemüter. Laut einem Bericht versuchte auch das Oberhaupt der katholischen Kirche, in die Hinrichtung einzugreifen.

Der Papst hat sich wohl zu der Hinrichtung von Christa Pike geäußert. Wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtet, hat sich der Vatikan schon vor der missglückten Hinrichtung für die Aussetzung eingesetzt. Eine Antwort der US-Verantwortlichen habe es allerdings nicht gegeben. Die katholische Kirche bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Pike sollte am Mittwoch per Giftspritze hingerichtet werden, lebte aber nach Verabreichung der vorgesehenen Dosis weiter. Pike wird seitdem medizinisch betreut. Ihr Anwaltsteam erklärte, dass ihr Zustand kritisch ist.

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Pike war bereits 1996 wegen Mordes zur Todesstrafe verurteilt worden. Das Gericht befand die damals 20-Jährige des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer schuldig. In den USA sorgte der Fall auch für Aufsehen, da Pike und ihre Mittäter in den Brustkorb der Teenagerin ein Pentagramm ritzten. Das Symbol wird mit einigen satanistischen Gruppen in Verbindung gebracht.

Papst spricht von Würde des Menschen

Der Vatikan lehnte schon unter Papst Franziskus die Todesstrafe ab. Leo XIV. forderte bereits in der Vergangenheit die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Zuletzt hatte er im April erklärt, dass seines Erachtens die Würde des Menschen auch durch das Begehen einer schweren Straftat nicht verloren gehe.

Auch Bischöfe aus dem US-Bundesstaat Tennessee, in dem Christa Pike inhaftiert ist, hatten sich im Vorfeld für die Aussetzung der Hinrichtung eingesetzt. Sie erklärten, „weiter in allen Belangen für das Leben einzutreten und die Menschenwürde zu verteidigen, die jeder Mensch als Kind Gottes besitzt“.

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