Makabrer Irrtum
Mitarbeiterin von Firma findet Leichenteile in Paketen
Aktualisiert am 17.06.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Eigentlich hatte ein Flugzeugzulieferer in Österreich eine Lieferung von Kunststoffmaterial erwartet. Doch in den Paketen lag etwas völlig anderes.
Eine Mitarbeiterin des Flugzeugzulieferers FACC hat am Montagnachmittag in St. Martin im Innkreis in Oberösterreich beim Öffnen mehrerer Kühlpakete menschliche Überreste entdeckt. Die acht Pakete waren bei dem Luftfahrttechnikunternehmen im Bezirk Ried eingetroffen, wie der ORF Oberösterreich berichtete.
Als die 30-jährige Mitarbeiterin die erste Kühlbox öffnete, habe sie darin einen menschlichen Torso entdeckt. Auch in den übrigen Paketen hätten menschliche Überreste gelegen. Für die Mitarbeiterin sei der Anblick ein großer Schock gewesen, hieß es demnach von FACC.
Das Unternehmen hatte nach Angaben der Behörden eigentlich Faser-Matrix-Halbzeuge erwartet – vorgefertigtes Rohmaterial aus Kunststoff.
Polizei sieht keinen strafbaren Hintergrund
Die Mitarbeiterin verständigte zunächst ihre Vorgesetzten, anschließend wurde die Polizei eingeschaltet. Die Ermittlungen hätten rasch ergeben, dass kein strafrechtlich relevanter Hintergrund vorliege.
Laut Polizei seien die menschlichen Überreste für medizinische Untersuchungen bestimmt gewesen. Die Pakete hätten demnach an ein Forschungslabor in Deutschland geliefert werden sollen.
Der Fehler sei offenbar nach der Ankunft der Sendungen aus den USA passiert. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen sowohl die Kunststoffteile für FACC als auch die menschlichen Überreste mit demselben Flugzeug an. Am Flughafen München sei die Lieferung mutmaßlich verwechselt worden.
Pakete inzwischen weitergeleitet
Die Behörden kümmerten sich laut ORF-Bericht darum, dass die Kühlpakete mit den menschlichen Überresten an ihren vorgesehenen Bestimmungsort gelangten. Die Sendung sei inzwischen bei dem Labor in Deutschland angekommen.
Unklar blieb zunächst, wohin die eigentlich für FACC bestimmten Kunststoffteile geliefert wurden.
