Gegen die Wimbledon-Überraschung

Nutzt Zverev die „Chance seines Lebens“ im Halbfinale?


10.07.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Mit Nachdruck ins Endspiel? Alexander Zverev steht im Halbfinale von Wimbledon unter Druck.

Mit Nachdruck ins Endspiel? Alexander Zverev steht im Halbfinale von Wimbledon unter Druck. (Quelle: IMAGO/Mathias Schulz/imago-images-bilder)

Deutschlands bester Tennisspieler steht unter den letzten Vier von London. Um ins Finale einzuziehen, muss er nun einen Lokalmatador schlagen – und könnte damit Geschichte schreiben.

31 Jahre ist es her, dass ein deutscher Tennisspieler im Finale von Wimbledon stand. Damals schaffte es Boris Becker gegen den US-Amerikaner Pete Sampras. Seitdem aber darbte das deutsche Herrentennis beim traditionsreichen Grand-Slam-Turnier in London.

Nun aber könnte diese Serie endlich zu Ende gehen: Denn Alexander Zverev kann heute mit einem Sieg im Halbfinale gegen Turnier-Überraschung Arthur Fery das Endspiel am Sonntag erreichen – und seinen Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel direkt nach seinem Triumph bei den French Open am Leben halten. Klappt es für den Hamburger?

Verfolgen Sie die Partie ab 14.30 Uhr hier live im Ticker.

Arthur Fery – Alexander Zverev

Vor dem Match – Tatsächlich ist Fery für Zverev noch ein unbeschriebenes Blatt: Die beiden standen sich bisher noch nie gegenüber. Ausgerechnet das Halbfinale von Wimbledon ist nun das erste Duell.

Vor dem Match – Das Publikum am Centre Court wird heute aber wohl eher auf der Seite von Zverevs Gegner sein. Denn Arthur Fery ist die große Turnier-Überraschung – und das auch noch als Lokalmatador. Der 23-Jährige lässt die Insel dieser Tage gleichermaßen beben und auf den ersten Heimsieg seit Andy Murray 2016 hoffen.

Der Brite nimmt dank einer Wildcard, also ohne die sportliche Qualifikation, am Rasenturnier in London teil. Fery ist erst der zweite Wildcard-Spieler in der Profi-Ära seit 1968, der bis ins Halbfinale kam. Zuvor war dies nur dem Kroaten Goran Ivanišević gelungen, der 2001 im Endspiel triumphierte.

Vor dem Match – Der einstige Chefkritiker Boris Becker setzt auf Alexander Zverev als diesjährigen Wimbledon-Sieger. „Das ist die Chance seines Lebens, und das meine ich im Ernst, Wimbledon zu gewinnen“, sagte der 58-Jährige im gemeinsamen Podcast mit der früheren Top-Ten-Spielerin Andrea Petković. „Der Junge gefällt mir unglaublich gut.“

Im Endspiel würde Zverev übrigens auf den Sieger des Halbfinal-Krachers zwischen Jannik Sinner und Novak Djokovic treffen, die am Donnerstagabend aufeinandertreffen.

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