Klare Worte

Wegen Klopp-Berater: DFB-Präsident widerspricht Hoeneß


16.09.2026 – 23:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Klopp-Berater Kosicke: „Kümmert sich ausschließlich um den DFB.“ (Quelle: IMAGO/Florian Ulrich/imago-images-bilder)

Marc Kosicke ist enger Vertrauter von Bundestrainer Jürgen Klopp – und arbeitet nun auch für den DFB. Bernd Neuendorf sieht darin kein Problem.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und Berater Marc Kosicke gegen Kritik verteidigt. „Ich wüsste nicht, wo er sein sollte“, sagte Neuendorf in einem Interview von RTL/Sky über einen möglichen Interessenkonflikt. „Seine Agentur kümmert sich momentan ausschließlich um den DFB. Und sollte er weitere Mandate erhalten, dann ist auch ganz klar verabredet, dass die in keinem Interessenkonflikt zum DFB stehen dürfen.“

Der 55 Jahre alte Kosicke, langjähriger Berater und enger Vertrauter von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp, ist laut Neuendorf (65) seit einem Monat mit den Aufgaben beim DFB betraut. „Marc ist für das Trainerteam verantwortlich, er schaut sich die Abläufe an, die organisatorischen Abläufe im Team hinter dem Team, das Campus Management, alles, was dazugehört. Es geht darum, optimale Voraussetzungen zu schaffen, das ist seine Aufgabe“, erklärte Neuendorf.

  • Bundestrainer gibt DFB-Kader bekannt: Klopp nominiert wohl nächstes Bundesliga-Talent
  • Nach 140 Länderspielen: Ex-BVB-Star tritt aus Nationalmannschaft zurück

Als prominentester Zweifler hatte Uli Hoeneß vor gut einem Monat angemerkt, dass er nicht wisse, was die Konstruktion mit Kosicke beim DFB bezwecken solle. „Klopp und Co. haben den DFB übernommen, und das halte ich für falsch“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München. Darauf angesprochen hatte Klopp gesagt, Hoeneß‘ Kritik sei ihm völlig egal: „Die Leute beurteilen Dinge, bevor wir irgendwas gemacht haben.“

„Er ist ein sehr kreativer Mensch“

Neuendorf zeigte sich nun erstaunt, wie groß Kosickes Rolle thematisiert wird. „Es wurde ja immer gesagt, der DFB schmore so ein bisschen im eigenen Saft. Und es wäre gut, sich mal Expertise von außen zu holen“, sagte der DFB-Präsident. „Das tun wir jetzt und das kann ich ja auch persönlich sagen: Ich habe schon mehrfach mit ihm telefoniert und er ist einfach ein sehr kreativer Mensch, der einen Blick von außen auf den Verband wirft.“

Dass Kosicke nicht fest beim Verband angestellt ist, habe damit zu tun, dass der Verband einen externen Blick wolle, erklärte Neuendorf. Kosicke solle „wirklich kritisch“ auf die Verbandsstrukturen schauen und „nicht Teil der Struktur“ sein.

Nach der WM-Enttäuschung mit dem Aus in der ersten K.o.-Runde gegen Paraguay und dem folgenden Abschied von Julian Nagelsmann als Bundestrainer startet die DFB-Elf am 24. September in den Niederlanden in die Nations League. Binnen zehn Tagen folgen noch die Partien in Augsburg gegen Griechenland, in München gegen Serbien und auswärts in Griechenland.

Share.
Die mobile Version verlassen