Erster Zug ausgeliefert

Das können die neuen Straßenbahnen in Frankfurt

14.08.2026 – 17:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Jahrelang gab es Probleme mit Türen, Software und Bedienung. Jetzt hat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt die neue Straßenbahnbaureihe bekommen. (Quelle: Jan Hassenpflug)

Technik-Frust bremste Frankfurts neue T-Wagen lange aus, jetzt rollen sie endlich an. Mit Klimaanlage und Barrierefreiheit sollen sie ältere Bahnen ersetzen.

Ab dem 17. August fährt der neue Wagen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im regulären Linienbetrieb. Die Bahn hatte zuvor wegen technischer Mängel an den Modellen nachbessern müssen und erhielt vor kurzem die offizielle Zulassung. Das geht aus einer Pressemitteilung der VGF hervor.

Den ersten Wagen der neuen Baureihe mit der Modellbezeichnung „T“ hatte die VGF bereits im Dezember 2022 vorgestellt. Die bis November 2024 gelieferten Fahrzeuge erfüllten jedoch nicht die vertraglichen Anforderungen, heißt es. Im Frühjahr 2025 wurden sie an den Hersteller Alstom zurückgeschickt, der die Mängel behob. Betroffen waren technische Funktionen, die im Fahrbetrieb zu wiederholten Störungen geführt hatten, etwa bei den Türen, der Fahrzeugsoftware und der Bedienung durch das Fahrpersonal.

Alle zwei Wochen eine neue Lieferung aus Barcelona

Nun sind Hersteller und Betreiberin offenbar einig über den gewünschten Auslieferungszustand. Im Schnitt soll alle zwei Wochen ein neues Fahrzeug nach Frankfurt geliefert werden. Die Bahnen werden dafür jeweils per Tieflader von Barcelona nach Frankfurt transportiert, wo die VGF sie in ihrer Zentralwerkstatt in Betrieb nimmt. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert sagte: „Die „T‘-Wagen werden das Erscheinungsbild des öffentlichen Verkehrs in Frankfurt schon bald nachhaltig prägen.“

Blick in den Innenraum der neuen Straßenbahn: Vor allem soll es auch mehr Platz für Kinderwagen und das Mitnehmen von Rädern geben. (Quelle: Jan Hassenpflug)

Erster neuer Zug wird auf der Linie 11 eingesetzt

Alstom liefert insgesamt 58 „T“-Wagen: 24 davon in einer 31,5 Meter langen Standardvariante mit 191 Plätzen, 34 Stück als 40 Meter lange Züge mit 248 Plätzen. Die längeren „T40“-Wagen sieht die VGF zunächst auf der stark frequentierten Linie 11 vor.

An der Haltestelle Ostbahnhof/Sonnemannallee seien dafür laut Stadt Frankfurt noch Anpassungen am Fußgängerweg und an der Ampelanlage nötig. Die kürzeren „T30“-Fahrzeuge können sofort auf allen Linien eingesetzt werden. Alle Züge haben große Fenster, sind vollständig klimatisiert, außerdem 100 Prozent niederflurig und damit barrierefrei.

Breite Faltenbalge zwischen den Fahrzeugteilen sollen einen geräumigen Durchgang ermöglichen. Zudem soll es viel Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder geben. An drei Türen pro Seite sind manuell ausklappbare Rampen angebracht. Die VGF verzichtet dabei wie schon beim „R“-Wagen auf elektrisch ausfahrbare Rampen.

Mit den neuen Straßenbahnen der „T“-Reihe sollen nach und nach die älteren Modelle von den Schienen in Frankfurt ersetzt werden. (Quelle: Jan Hassenpflug)
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