Strecke nicht fertig

Bahn kann Züge nach Berlin nicht wie geplant umleiten

14.08.2026 – 17:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein ICE fährt auf Gleisen (Symbolbild): Die geplante Generalsanierung zwischen Lehrte und Berlin bereitet der Bahn Probleme. (Quelle: IMAGO/Martin Wagner)

2027 wird die Bahnstrecke zwischen Lehrte und Berlin umfassend saniert. Doch die vorgesehene Ausweichstrecke ist dann noch nicht fertig.

Die Deutsche Bahn muss ihre Pläne für die Generalsanierung zwischen Lehrte bei Hannover und Berlin überarbeiten. Während der Streckensperrung sollten Züge zumindest in einer Richtung über die parallel verlaufende Lehrter Stammbahn fahren. Deren Elektrifizierung verzögert sich jedoch bis Ende 2027.

Ursprünglich sollten die Arbeiten an der Umleitungsstrecke bereits 2026 abgeschlossen werden. Damit fällt eine wichtige Voraussetzung für das bisherige Verkehrskonzept weg, wie die Bahn mitteilte.

Auswirkungen für Reisende noch offen

Wie der Fern- und Regionalverkehr während der Generalsanierung 2027 organisiert werden soll, steht noch nicht fest. Die Bahn will nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen mit anderen Bahnunternehmen und den betroffenen Regionen ein neues Konzept entwickeln.

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Offen ist damit auch, welche Folgen die Planänderung für Reisende aus Hannover, Wolfsburg und Braunschweig hat. Die Bahn machte zunächst keine konkreten Angaben zu möglichen Zugausfällen, zusätzlichen Umstiegen oder längeren Fahrzeiten nach Berlin.

Andere Bauarbeiten könnten verschoben werden

Um alternative Strecken für die Züge freizuhalten, prüft der Konzern Änderungen an weiteren Bauprojekten. Geplante Sperrungen könnten verkürzt oder verschoben werden. Das betrifft nach Angaben der Bahn insbesondere die Abschnitte zwischen Halle und Eichenberg sowie zwischen Bebra und Fulda.

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Damit könnte die Verzögerung an der Lehrter Stammbahn auch Auswirkungen auf den Zugverkehr in anderen Teilen Deutschlands haben. Welche Bauarbeiten tatsächlich geändert werden, soll im Zuge des neuen Verkehrskonzepts festgelegt werden.

Erste Sperrung beginnt im Oktober

Der erste Teil der Generalsanierung zwischen Lehrte und Berlin ist bereits für 2026 vorgesehen. Die Strecke soll vom 2. Oktober bis zum 12. Dezember teilweise erneuert werden. An dem veröffentlichten Verkehrskonzept für diese Bauphase ändere sich nichts, betonte die Bahn.

Bis Mitte der 2030er-Jahre will der Konzern mehr als 40 stark ausgelastete Streckenkorridore grundlegend sanieren. Das Schienennetz soll dadurch zuverlässiger werden. Nachdem es bei zwei der jüngsten Sanierungsprojekte Verzögerungen und Probleme gegeben hatte, kündigte Bahnchefin Evelyn Palla eine Überprüfung des Konzepts und Anpassungen der Zeitpläne an.

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