Beleuchter macht Vorwürfe

„Rust“-Drama geht weiter: Neue Klage gegen Alec Baldwin

18.04.2026 – 03:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Alec Baldwin beim Sundance Film Festival: Er sieht sich einer neuen Klage gegenüber. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Abram Iman/imago)

Alec Baldwin hielt den tödlichen Schuss am „Rust“-Filmset für einen Unfall – ein Beleuchter sieht das anders. Im Oktober könnte es zum Prozess kommen.

Alec Baldwin kommt nicht zur Ruhe: Der US-Schauspieler und Produzent sieht sich nach dem tödlichen Schuss am Set des Western-Films „Rust“ nun einer weiteren Zivilklage gegenüber. Der Beleuchter Serge Svetnoy, der bei den Dreharbeiten zugegen war, wirft Baldwin fahrlässiges Verhalten vor und fordert Schadenersatz. Ein Richter in Los Angeles erlaubte die Klage. Der Prozess soll im Oktober beginnen. Eine außergerichtliche Einigung ist laut US-Medien jedoch möglich.

Im Oktober 2021 hatte sich am Set in New Mexico ein Schuss aus einer Requisitenwaffe gelöst, die Baldwin bediente. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen, Regisseur Joel Souza an der Schulter verletzt. Untersuchungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Wie scharfe Munition an das Set gelangte, ist bis heute ungeklärt.

Crew-Mitglied Svetnoy schilderte den Moment als traumatisch: Die Kugel sei in nächster Nähe an seinem Gesicht vorbeigezogen, er habe die am Boden liegende Hutchins in den Armen gehalten und hilflos zusehen müssen, wie sie starb. Das habe ihn emotional schwer belastet. Der Kläger wirft Baldwin vor, die Waffe auf eine Person gerichtet zu haben und für das Vorhandensein scharfer Munition am Set mitverantwortlich zu sein.

Baldwin war nach dem Vorfall wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Im Juli 2024 stellte eine Richterin das bereits laufende Strafverfahren jedoch überraschend ein – die Verteidigung hatte der Staatsanwaltschaft die Vorenthaltung von Beweismitteln vorgeworfen.

Die für die Waffensicherheit am Set zuständige Waffenmeisterin war zuvor wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Beide wiesen die Schuld an dem Vorfall wiederholt von sich.

Es ist nicht das erste Zivilverfahren im Zuge der „Rust“-Tragödie: Der Ehemann der Kamerafrau, Matthew Hutchins, hatte sich bereits außergerichtlich mit Baldwin auf eine Entschädigung geeinigt. Auch Eltern und eine Schwester von Halyna Hutchins forderten Schadenersatz.

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