Nasennebenhöhlenentzündung: Hausmittel reichen oft völlig

Kurzfristige Linderung kann bei akuter Nasennebenhöhlenentzündung auch ein anderes altes Hausmittel bringen: die Dampfinhalation. Dazu braucht man einen Topf oder eine Schüssel mit 38 bis 42 Grad Celsius heißem Wasser und ein Handtuch. (Einige Betroffene geben noch Zusätze wie Kamille, Pfefferminze oder ätherische Öle ins Wasser. Deren Nutzen ist aber ungewiss.) Nun einfach

Manche Menschen empfinden zudem Wärme bei akuter Sinusitis als wohltuend. Wer keine Rotlichtlampe hat, kann dazu warme, feuchte Kompressen um Nase, Wangen und Augen auflegen. Dass die Beschwerden einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung durch dieses Hausmittel zurückgehen, ist allerdings nicht belegt.

Ähnliches gilt für den beliebten Tipp, bei akuter Nasennebenhöhlenentzündung genug zu trinken, um den Schleim zu verflüssigen und die Schleimhäute feucht zu halten. Tatsächlich hat die Trinkmenge eher keine Auswirkung auf den Verlauf einer Sinusitis. Allgemein ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr dennoch ratsam.

Dauern die Beschwerden einer Sinusitis über zwölf Wochen an, gilt sie als chronisch. Anders als bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung kommen Hausmittel dann eher als ergänzende Behandlung infrage. In jedem Fall ist es wichtig, zunächst die Ursache der langwierigen Entzündung ärztlich abklären zu lassen.

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung entsteht nämlich meist dadurch, dass die Nase dauerhaft schlecht belüftet ist – etwa durch Schwellungen und Entzündungen infolge einer Allergie (wie Heuschnupfen oder Hausstauballergie), anatomische Besonderheiten (wie eine verkrümmte Nasenscheidewand) oder Nasenpolypen. Auch zahnmedizinische Probleme und, seltener, schwere Erkrankungen können zu einer hartnäckigen Sinusitis führen.

Daher zielt die Behandlung in erster Linie auf die Ursache der Nasennebenhöhlenentzündung ab. Hausmittel sind dabei unwirksam. Stattdessen können beispielsweise bei einer Allergie entsprechende Medikamente (vor allem Antihistaminika) oder bei anatomischen Veränderungen eine OP nötig sein, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Trotzdem lohnt es sich bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung, Hausmittel einzusetzen. Vor allem das regelmäßige Spülen der Nase mit einer Salzlösung – per Nasendusche oder Nasenspray – kann die Beschwerden weiter verringern und damit die Lebensqualität verbessern.

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