Fall um tote Katze

Tierschützer sind „tief enttäuscht und fassungslos“


Aktualisiert am 02.10.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Katze liegt auf dem Boden (Symbolbild): Das „Team für Tiere Köln“ kritisiert ein Urteil des Amtsgerichts Bergheim. (Quelle: sutin via imago-images.de/imago)

Ein Mann soll eine Katze gequält und verbrannt haben, vor Gericht wird er freigesprochen. Kölner Tierschützer reagieren mit Enttäuschung.

Der „Team für Tiere Köln“ spricht von einem „schwarzen Tag für den Tierschutz“ – Anlass ist ein Prozess vor dem Amtsgericht Bergheim, der am Donnerstag, 1. Oktober, mit einem Freispruch für den Angeklagten endete. Ein 46-Jähriger musste sich wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

Ihm wurde vorgeworfen, im November 2024 in seinem Wohnhaus in Pulheim eine Katze mit heißem Wasser übergossen, das Tier gegen eine Wand geschlagen und schließlich in einem Heizofen verbrannt zu haben. Der Tierschutzverein „Team für Tiere Köln“ war damals gemeinsam mit der Polizei an einem Einsatz in dem Pulheimer Haus beteiligt.

  • Schwere Vorwürfe: Katze gequält und verbrannt – Mann steht vor Gericht

„Team für Tiere Köln“ ist von Freispruch enttäuscht

Das Gericht sprach den Angeklagten bei der Verhandlung von den Vorwürfen frei – „aufgrund fehlender Beweise und nicht ermittelter Zeugen“, wie die Tierschützer in den Sozialen Medien berichten. Der Mann selbst habe sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. „Bis heute bleibt die Frage unbeantwortet, wie der Kater Tiger in den Ofen gelangt ist und was tatsächlich geschehen ist“, heißt es in dem Beitrag auf Facebook und Instagram weiter.

Im Jahr 2025 soll es nach den Angaben des Vereins zudem einen weiteren Einsatz „in diesem Horrorhaus“ in Pulheim gegeben haben. Ein Zeuge habe im vergangenen Jahr ausgesagt, dass derselbe Mann Katzen getreten haben soll. „Auch dieser Vorfall fand im Verfahren leider keine Berücksichtigung“, so die Tierschützer.

Angesichts des Freispruchs vor dem Bergheimer Amtsgerichts schreiben sie: „Wir als Tierschutzverein sind tief enttäuscht und fassungslos über den Ausgang des Verfahrens. Für uns bleiben viele offene Fragen und vor allem das Gefühl, dass Tiger und die anderen betroffenen Tiere keine Gerechtigkeit erfahren haben.“

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