Randale in Frankfurt

Nach den Plünderungen beginnt das Aufräumen

Aktualisiert am 01.11.2026 – 08:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Feuer in der Innenstadt: Mehr als 30 Personen wurden bis zum späten Abend in Frankfurt vorläufig festgenommen. (Quelle: Andreas Arnold/dpa)

In Frankfurt fliegen Molotowcocktails auf Beamte, Schaufenster werden eingeschlagen, Geschäfte geplündert. Auch ein Waffenfachgeschäft wird angegriffen.

Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Initiative „Gen Z regelt“ hat sich die Lage in Frankfurt am Main wieder beruhigt. Dort war es am Samstagabend (31. Oktober) in der Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, plünderten mehrere Personen Geschäfte, warfen Molotowcocktails auf Polizisten und schlugen Schaufensterscheiben ein. Die Polizei nahm bis zum späten Abend mehr als 30 Personen vorläufig fest und sperrte die Einkaufsstraße Zeil ab.

Nachdem die Beamten in der Nacht auch nach Ende der Demonstrationen sehr präsent in der Innenstadt blieben, beginne am Sonntag nun die Aufarbeitung, heißt es am Sonntagmorgen. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der dpa, dass man die teils „erheblichen“ Schäden begutachten müsse, aber konkrete Summen aktuell noch nicht beziffert werden könnten.

Demo in Frankfurt: Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

Ein Teil der Innenstadt war am Samstagabend gesperrt worden, um die Ausschreitungen zu stoppen. Trotzdem sind mehrere Geschäfte beschädigt worden, teils hatte man auch versucht, die Geschäfte zu plündern. Nun müsse man die betroffenen Geschäfte allerdings davor schützen, geplündert zu werden. Wie viele Menschen bei den Krawallen verletzt wurden, sei noch unklar.

Nach der Kundgebung hatte es teils erhebliche Krawalle gegeben: Neben eingeschlagenen Scheiben wurden auch Polizisten angegriffen. Sogar das Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) war im Einsatz.

Wegen der Krawalle in Frankfurt war auch das SEK im Einsatz. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)

DPA-Reporter beobachteten, wie Personen in Geschäfte eindrangen und Turnschuhe sowie andere Gegenstände stahlen. Auch ein Waffenfachgeschäft wurde angegriffen. Beamte sicherten nach Angaben eines Polizeisprechers zwei Waffen. Spezialeinsatzkräfte waren in der Innenstadt im Einsatz.

Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer an. „Ich bin schockiert über die Gewaltexzesse in Frankfurt. Wir haben Bilder gesehen, die wir nicht sehen wollten“, erklärte Poseck.

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Ministerpräsident Rhein dankt Sicherheitskräften

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zeigt sich „schockiert von den Gewaltexzessen“ in Frankfurt. Sie würden nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte Rhein der Deutschen Presse-Agentur.

„Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft“, sagte Rhein. „Wir werden Aggressoren, Tätergruppen und Hergang genau bewerten und unsere Schlüsse ziehen.“

Der Ministerpräsident dankte den Polizistinnen und Polizisten. Sie hätten sich „mit aller Kraft und unter hohem persönlichen Einsatz“ den Gewalttätern entgegengestellt, um Bürger, Recht und Ordnung zu schützen.

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