Randale in Frankfurt
Molotowcocktails und Plünderungen nach Jugendprotest
Aktualisiert am 01.11.2026 – 02:28 UhrLesedauer: 2 Min.
In Frankfurt fliegen Molotowcocktails auf Beamte, Schaufenster werden eingeschlagen, Geschäfte geplündert. Auch ein Waffenfachgeschäft wird angegriffen.
Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Initiative „Gen Z regelt“ hat sich die Lage in Frankfurt am Main wieder beruhigt. Dort war es am Samstagabend in der Innenstadt zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, plünderten mehrere Personen Geschäfte, warfen Molotowcocktails auf Polizisten und schlugen Schaufensterscheiben ein. Die Polizei nahm bis zum späten Abend mehr als 30 Personen vorläufig fest und sperrte die Einkaufsstraße Zeil ab.
Die Polizei bleibe die gesamte Nacht mit starken Kräften in der Innenstadt präsent, sagte ein Sprecher. Ein Teil der Innenstadt war am Samstagabend gesperrt worden, um die Ausschreitungen zu stoppen.
Innenminister Poseck künfigt hartes Vorgehen gegen Randalierer an
DPA-Reporter beobachteten, wie Personen in Geschäfte eindrangen und Turnschuhe sowie andere Gegenstände stahlen. Auch ein Waffenfachgeschäft wurde angegriffen. Beamte sicherten nach Angaben eines Polizeisprechers zwei Waffen. Spezialeinsatzkräfte waren in der Innenstadt im Einsatz.
Der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer an. „Ich bin schockiert über die Gewaltexzesse in Frankfurt. Wir haben Bilder gesehen, die wir nicht sehen wollten“, erklärte Poseck.
- Innenminister Poseck reagiert: „Gen Z regelt“-Demo in Frankfurt eskaliert
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zeigt sich „schockiert von den Gewaltexzessen“ in Frankfurt. Sie würden nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte Rhein der Deutschen Presse-Agentur.
Ministerpräsident Rhein dankt Sicherheitskräften für ihre Arbeit
„Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft“, sagte Rhein. „Wir werden Aggressoren, Tätergruppen und Hergang genau bewerten und unsere Schlüsse ziehen.“
Der Ministerpräsident dankte den Polizistinnen und Polizisten. Sie hätten sich „mit aller Kraft und unter hohem persönlichen Einsatz“ den Gewalttätern entgegengestellt, um Bürger, Recht und Ordnung zu schützen.
