„Er ist schließlich in das Haus eingebrochen. Er hat durch die Stahltüren geschossen, um hineinzukommen, und damit sehr deutlich gemacht, dass er uns umbringen würde“, beschreibt die heute 50-Jährige den Ablauf der Ereignisse. „Wir wussten, dass es ernst war, und als er das erste Tor aufbrach, rannte meine Mutter zum Safe, um ihre Waffe zu holen.“

Die beiden Frauen versteckten sich laut Theron im Schlafzimmer und hielten die Tür mit ihren Körpern fest, „weil sie kein Schloss hatte“. Therons Vater habe einfach begonnen, „durch die Tür zu schießen“. Wie durch ein Wunder überlebten sie. „Keine einzige Kugel traf uns. Es ist Wahnsinn. Aber die Botschaft war sehr klar: Ich werde euch heute Nacht töten.“

Als der Vater sich eine neue Waffe aus dem Gewehrschrank holen wollte, sei die Mutter aus dem Zimmer gestürmt, habe zunächst den Bruder des Vaters außer Gefecht gesetzt und danach den Vater erschossen. „Als ich den Schock überwunden hatte, wurde mir klar, dass sie mir das Leben gerettet hatte“, so Charlize Theron in dem Interview.

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Die Geschichte ihrer Familie sei „leider kein Einzelfall“. Solche Zustände gebe es in vielen Haushalten. Niemand nehme wirklich ernst, wie gefährlich die Lage hauptsächlich für Frauen sei, so Theron. Ihre heutige Stärke und Widerstandsfähigkeit führe sie auch auf diese Episode aus der Kindheit zurück. Sie sei früh darauf trainiert worden, zu überleben. Mit 16 Jahren verließ sie Südafrika und ging allein nach Italien. In den Neunzigern begann dann als 20-Jährige ihre Filmkarriere in den USA.

Inzwischen verfolge sie das Erlebte „nicht mehr“. Die Erfahrung habe sie geformt, definiere sie aber nicht gänzlich, so Theron.

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