Rente wird nicht reichen?

So schenkt Ihnen der Staat Geld für zusätzliche Vorsorge


Aktualisiert am 18.06.2026 – 06:10 UhrLesedauer: 5 Min.

Für einen entspannten Ruhestand: Wer früh privat vorsorgt, kann seine Rentenlücke schließen.

Für einen entspannten Ruhestand: Wer privat vorsorgt, kann seine Rentenlücke schließen. (Quelle: Inside Creative House/getty-images-bilder)

Die gesetzliche Rente wird in den kommenden Jahren langsamer wachsen als die Löhne. Doch es gibt Möglichkeiten, zusätzlich fürs Alter vorzusorgen.

Wer im Alter ein auskömmliches Einkommen haben will, sollte nicht allein auf die gesetzliche Rente setzen. Die Altersvorsorge basiert auf dem Drei-Säulen-Modell – öffentlich-rechtliche Pflichtsysteme wie die gesetzliche Rentenversicherung oder die Beamtenversorgung bilden nur eine der drei Säulen.

Da Ihre gesetzliche Rente stets geringer ausfällt als das davor bezogene Nettoeinkommen, ist es ratsam, diese Rentenlücke mit Einkünften aus den zwei anderen Säulen zu stopfen – der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge.

Welche Möglichkeiten Sie bei der privaten Altersvorsorge haben, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel. Die verschiedenen Optionen bei der Betriebsrente finden Sie hier.

Private Altersvorsorge: Welche Möglichkeiten gibt es?

Bei der privaten Altersvorsorge entscheiden Sie selbst, wie Sie zusätzlich Vermögen ansparen. Dabei können Sie aus einer Vielzahl an Möglichkeiten wählen – vom ETF-Sparplan über Versicherungen bis Immobilien.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen staatlich geförderter privater Altersvorsorge und nicht geförderter privater Altersvorsorge. Geld vom Staat bzw. Steuervorteile gibt es beispielsweise bei der Riester-Rente, die ab 2027 andere Förderbedingungen und neue Produkte wie das Altersvorsorgedepot erhält, oder der Basisrente, auch Rürup-Rente genannt. Legen Sie Ihr Geld hingegen in Aktien, Fonds oder ETFs an, wird das nicht gefördert. Gleiches gilt bei privaten Rentenversicherungen und Immobilien.

Private Vorsorge muss zu eigenen Bedürfnissen passen

Eine staatlich geförderte private Altersvorsorge eignet sich aber nicht automatisch besser als eine nicht geförderte. Wichtig ist, dass Sie sich für eine Form entscheiden, die zu Ihnen und Ihren Zielen passt.

  • Sind Sie eher sicherheitsorientiert oder darf es auch etwas Risiko sein?
  • Haben Sie bereits eine größere Summe Geld, die Sie investieren können oder sind eher kleine monatliche Raten möglich?
  • Wie viel Vermögen benötigen Sie, um Ihre Rentenlücke zu schließen? Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Rentenlücke berechnen.

Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, sind andere Formen der privaten Altersvorsorge geeignet. Die Vor- und Nachteile der wichtigsten Möglichkeiten zeigen wir Ihnen im Überblick:

Private Altersvorsorge mit Aktien und ETFs

Besonders ertragreich ist eine Geldanlage am Kapitalmarkt. Im Gegenzug müssen Sie allerdings aushalten, dass Aktien Kursschwankungen unterliegen. Dieses Risiko können Sie aber minimieren, wenn Sie Ihr Geld über einen langen Zeitraum anlegen, idealerweise mindestens 15 Jahre. So können Sie Krisen aussitzen.

Für die Altersvorsorge sollten Sie zudem nicht auf Einzelaktien setzen, sondern über Fonds oder ETFs auf einen Schlag in einen ganzen Korb an Aktien investieren. ETFs sind Fonds, die einen Index wie zum Beispiel den Dax abbilden. Sie entwickeln sich also stets so wie der zugrunde liegende Index.

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