Ausflugstipp für Düsseldorfer

Dieses Mittelalter-Juwel ist ein echter Geheimtipp


17.04.2026 – 20:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Schloss Bladenhorst (Archivbild): Das Bauwerk befindet sich mitten im Ruhrgebiet und ist für Düsseldorfer gut erreichbar. (Quelle: imago stock&people)

Mitten im Ruhrgebiet versteckt sich ein Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert. Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel ist ein Juwel – und einen Ausflug wert.

Ein bisschen wirkt es so, als hätte sich hier ein Stück Mittelalter ins Ruhrgebiet verirrt: Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel liegt eingebettet zwischen Wassergräben, alten Bäumen und ruhigen Wegen – und entfaltet gerade dadurch seinen besonderen Reiz. Wer durch den kleinen Ortsteil Bladenhorst spaziert, steht plötzlich vor einer Kulisse, die eher an ländliche Regionen als an das dicht besiedelte Revier erinnert.

Das Wasserschloss, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Region. Die Burg wurde urkundlich erstmals 1266 erwähnt. Zunächst lebten dort die Ritter von Blarnhurst, zu Beginn des 14. Jahrhunderts übernahm die Familie von Düngelen. 1338 stellte Rötger von Düngelen dem Grafen von Kleve seinen Besitz als Offenburg für den Kriegsfall zur Verfügung. Durch Heirat ging die Burg 1496 an Philipp von Viermundt über. Von 1624 bis 1891 befand sie sich durch Erbschaft im Besitz der Freiherren von Romberg, anschließend im weiteren Erbgang bei den Freiherren Weichs zur Wenne. Diese verkauften die Burg 1924 an die Klöckner-Werke.

Seine heutige Form erhielt es im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Umbauten, die dem Ensemble seinen charakteristischen, leicht verwunschenen Charme verleihen. Besonders markant ist der von einem Wassergraben umgebene Hauptbau, der sich malerisch in der Landschaft spiegelt.

Das Schloss im Spätrenaissance-Stil wird bis heute bewohnt. Da es sich in Privatbesitz befindet, sind Führungen oder Besichtigungen nur selten möglich. In unregelmäßigen Abständen gibt es im Rittersaal oder im Schlossinnenhof aber Lesungen, Konzerte, Vorträge, Dinnerveranstaltungen sowie Wein- und Sommerfeste.

Regelmäßig öffnet das Schloss außerdem am jährlichen Tag des offenen Denkmals im September für Besucher. Häufig machen auch Oldtimer im Rahmen verschiedener Rundfahrten Station. Seit 2015 werden im Rittersaal zudem standesamtliche Trauungen der Stadt Castrop-Rauxel durchgeführt.

Auch wenn das Schloss selbst nicht durchgängig öffentlich zugänglich ist, lohnt sich ein Spaziergang rund um die Anlage allemal. Die umliegenden Wege führen durch eine ruhige Parklandschaft, die sich ideal für einen entspannten Nachmittag eignet – ob allein, mit der Familie oder auf einer kleinen Fahrradtour. Immer wieder eröffnen sich dabei neue Perspektiven auf das historische Gemäuer.

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