Stellt sich dann heraus, dass tatsächlich eine TIA die Symptome verursacht hat, mag das zwar erst einmal ein Schreck sein. Andererseits lassen sich nun Maßnahmen ergreifen, um einen drohenden Schlaganfall abzuwenden.

Ursachen: Wie entsteht eine TIA?

Zu einer transitorischen ischämischen Attacke kommt es, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß im Gehirn kurzzeitig blockiert. Dahinterliegende Hirnregionen werden dann vorübergehend nicht mehr ausreichend durchblutet und auch nicht mit Sauerstoff versorgt.

Das Blutgerinnsel entsteht dabei meist nicht im Gehirn selbst, sondern an einer anderen Stelle im Körper. Von dort wird es mit dem Blut fortgetragen und ins Hirn geschwemmt.

Ohne ausreichende Versorgung mit Sauerstoff sterben bereits nach kurzer Zeit die ersten Hirnzellen ab. Das kann sich durch neurologische Ausfallerscheinungen bemerkbar machen.

Das Risiko für eine TIA steigt durch folgende Faktoren:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • starkes Übergewicht (Adipositas) ab einem BMI von 30
  • erhöhte Blutfettwerte (wie zu hohes Cholesterin)
  • regelmäßig hoher Alkoholkonsum
  • Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Dauerstress

Das sind dieselben Faktoren, die auch einen Schlaganfall begünstigen.

Therapie: So wird eine TIA behandelt

Auch wenn eine transitorische ischämische Attacke meist nach kurzer Zeit von selbst vorübergeht, darf man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die TIA erfordert eine fachgerechte Behandlung, um das Risiko eines darauffolgenden Schlaganfalls zu senken. Denn viele Menschen erleiden kurze Zeit nach einem Mini-Schlaganfall einen „richtigen“ Schlaganfall.

Da anfangs oft unklar ist, ob es sich um eine TIA oder einen Schlaganfall handelt, erfolgt in der Regel erst einmal die gleiche Behandlung wie bei einem Schlaganfall.

  • Schlaganfall behandeln: Warum jede Minute zählt

Zeigen Untersuchungen, dass es sich tatsächlich um eine TIA handelt, besteht die weitere Behandlung üblicherweise aus blutverdünnenden beziehungsweise gerinnungshemmenden Medikamenten und aus Lebensstiländerungen.

In manchen Fällen können auch operative Eingriffe notwendig sein, etwa wenn die Halsschlagader infolge einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) verengt ist.

Wichtig ist zudem, Schlaganfall-Risikofaktoren so weit wie möglich auszuschalten. Dazu zählt vor allem, (starkes) Übergewicht zu verringern, das Rauchen aufzugeben und auf Alkohol möglichst zu verzichten.

Wie die Behandlung nach einer TIA im Einzelnen aussieht, hängt von individuellen Faktoren ab und kann sich von Fall zu Fall unterscheiden.

Behandlung mit Medikamenten

Wer eine transitorische ischämische Attacke hatte, bekommt normalerweise Medikamente verschrieben. Diese sollen das Risiko einer weiteren TIA oder eines Schlaganfalls senken und müssen ab sofort täglich eingenommen werden. Meist handelt es sich dabei um Wirkstoffe, die die Blutgerinnung verlangsamen und dadurch neuen Blutgerinnseln vorbeugen.

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