Neue Saison steht vor der Tür

Corona-Impfung: Stiko ändert Empfehlung


18.08.2026 – 17:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Corona-Impfung (Symbolbild): Für viele Erwachsene ändert sich die Empfehlung. (Quelle: Mariia Vitkovska/getty-images-bilder)

Bei der Corona-Impfung gelten künftig neue Empfehlungen. Die Ständige Impfkommission hebt unter anderem die Altersgrenze für die jährliche Impfung an.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Impfempfehlung an die aktuelle Corona-Situation angepasst. Der Grund: Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen verfügen laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen durch Impfungen, Infektionen oder beides über eine breite Immunität. Diese schützt gesunde Erwachsene in der Regel gut vor schweren Covid-19-Verläufen. Für Risikogruppen gelten dennoch bestimmte Empfehlungen.

Jährliche Corona-Impfung künftig ab 75 Jahren

Künftig empfiehlt die Stiko allen Menschen ab 75 Jahren eine jährliche Corona-Impfung. Bislang galt die jährliche Impfempfehlung bereits ab 60 Jahren. Die Impfung sollte einmal pro Saison und möglichst im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen.

Unabhängig vom Alter bleibt die Empfehlung für Menschen bestehen, die aufgrund einer Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Dazu zählen unter anderem Menschen mit chronischen Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas, bestimmten neurologischen Erkrankungen, Immunschwäche oder einer aktiven Krebserkrankung.

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Auch Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal sollen sich weiterhin unabhängig vom Alter jährlich impfen lassen. Gleiches gilt für enge Kontaktpersonen von Menschen, bei denen nach einer Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.

Stiko streicht Empfehlung zur Basisimmunität

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die sogenannte Basisimmunität. Bislang empfahl die Stiko dafür mindestens drei Kontakte mit Bestandteilen von Sars-CoV-2 durch Impfungen. Diese Empfehlung entfällt nun für Erwachsene, da ein Großteil der Bevölkerung inzwischen über eine breite Immunität verfügt.

Das gilt auch für gesunde Schwangere. Schwangeren mit einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsbedingten Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck empfiehlt die Stiko dagegen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel weiterhin eine Impfung. Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird die Corona-Impfung weiterhin nicht empfohlen.

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Welche Impfstoffe empfiehlt die Stiko?

Für die Saison 2026/2027 empfiehlt die Stiko zugelassene mRNA- und proteinbasierte Impfstoffe mit einer von der WHO oder der Europäischen Arzneimittelbehörde empfohlenen Variantenanpassung. Die WHO empfiehlt eine Anpassung an die Omikron-Untervariante LP.8.1, während die Ema die eng verwandte Variante XFG empfiehlt – beide Impfstoffe sollen vergleichbar gut vor schweren Covid-19-Verläufen schützen.

Warum ist eine Impfung für Risikogruppen weiterhin wichtig?

Obwohl die meisten Erwachsenen inzwischen gut vor schweren Covid-19-Verläufen geschützt sind, gilt das nicht für alle Menschen gleichermaßen. Bestimmte Vorerkrankungen und ein höheres Alter erhöhen weiterhin das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Die jährliche Impfung soll bei diesen besonders gefährdeten Menschen vor allem schwere Krankheitsverläufe, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle verhindern.

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