Neuerung bei Windows

Microsoft räumt die Suchleiste auf – das ändert sich


14.07.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Windows-11-Startmenü: Microsoft gibt Nutzern wieder mehr Kontrolle. (Quelle: Pond5 Images/imago)

Die Suchleiste von Windows 11 zeigt bislang Werbung und Web-Angebote. Microsoft baut sie um und gibt Nutzern an einer Stelle mehr Kontrolle.

Microsoft hat eine überarbeitete Suche für Windows 11 angekündigt. Werbung soll aus den Ergebnissen der Websuche verschwinden. Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag seines Windows-Insider-Programms mitteilt, können Nutzer zudem Vorschläge aus dem Internet und dem Microsoft Store künftig vollständig abschalten.

Die Suchleiste ist für viele Nutzer der erste Anlaufpunkt, um ein Programm zu öffnen, eine Datei zu finden oder eine Systemeinstellung zu ändern. Bisher mischen sich unter die Treffer vom eigenen Rechner auch Angebote aus dem Netz und aus dem Microsoft Store. Künftig sollen die Web-Ergebnisse laut Microsoft zuerst die passendste Antwort zeigen, statt verwandter Produkte und Werbeangebote.

  • Frist verschoben: Microsoft verlängert Windows-10-Support um ein weiteres Jahr
  • Update-Plan 2026: Microsoft ändert die Strategie für Windows 11

Startbildschirm zeigt nur noch frühere Suchen

Auch die Startansicht der Suche ändert sich demnach. Sie soll nur noch die zuletzt eingegebenen Suchbegriffe anzeigen, die sich direkt erneut aufrufen lassen. Bislang erscheinen dort zusätzlich Kacheln, etwa mit dem Bild des Tages, Quizfragen, Trendsuchen und Spielempfehlungen.

Windows kennzeichnet künftig zudem deutlicher, woher ein Treffer stammt: von einer App, einer Datei, einer Einstellung, einer Internetseite oder aus dem Store. Bei Dateien blendet die Suche rechts eine Vorschau ein.

Windows-11-Suche vorher/nachher: Weniger Werbung, mehr Kontrolle über Vorschläge. (Quelle: Microsoft)

Neu ist auch eine Option im Einstellungsmenü unter „Datenschutz und Sicherheit“ > „Suche“. Damit lässt sich festlegen, ob Vorschläge aus dem Web und dem Microsoft Store überhaupt neben den lokalen Treffern auftauchen. Wer sie abschaltet, bekommt nur noch installierte Programme, gespeicherte Dateien und Systemeinstellungen angezeigt. Bleiben sie aktiv, sollen lokale Treffer Vorrang bekommen, sofern sie besser zur Anfrage passen. Systembereiche wie „Dieser PC“ und der Papierkorb sollen leichter auffindbar sein.

Suche verzeiht Tippfehler

Bei der Suche nach Apps geht Windows nach Angaben von Microsoft künftig besser mit Tippfehlern, fehlenden oder zusätzlichen Buchstaben sowie unvollständigen Wörtern um. Wer beispielsweise „utlook“ eintippt, finde weiterhin Outlook.

Für die Dateisuche genügen künftig zwei eingegebene Zeichen. Dateien aus der Cloud und von verbundenen Speicherorten sollen häufiger in den Ergebnissen erscheinen. Die Rangfolge der Systemeinstellungen habe das Unternehmen ein erstes Mal überarbeitet, weitere Anpassungen seien in den kommenden Monaten geplant. Auch die Stabilität soll steigen: Die Suche solle seltener abstürzen und weniger Ladeprobleme verursachen.

Die Neuerungen bekommen vorerst nur Teilnehmer des Windows-Insider-Programms im Testkanal „Experimental“. Microsoft verteilt sie schrittweise, sodass sie nicht sofort auf allen Testrechnern erscheinen. Wann alle Windows-Nutzer die überarbeitete Suche erhalten, teilte das Unternehmen nicht mit.

Share.
Die mobile Version verlassen