„Das ist kriminell“

Experte: Diese Zutat hat auf einer Pizza nichts verloren


Aktualisiert am 09.05.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 3 Min.

Pizza Margherita: Die vegetarische Pizza ist eine der beliebtesten Sorten der Deutschen. (Quelle: Copyright: xDreamstimexHojox/imago-images-bilder)

Was macht eine gute Pizza aus – Geruch, Aussehen oder nur Geschmack? Und kann sich eine TK-Pizza überhaupt Pizza nennen? t-online hat einen Experten gefragt.

Die Deutschen lieben Pizza. Statista zufolge essen mindestens 26 Millionen Deutsche mindestens einmal im Monat Pizza, bei etwa fünf Millionen kommt der Teigklassiker sogar wöchentlich auf den Tisch.

Dabei steht auch die Pizza aus der Tiefkühltruhe ganz weit oben. Sie gilt als eines der beliebtesten Produkte im TK-Sortiment. Im vorigen Jahr lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlpizza bei etwa fünf Kilogramm.

Auch bei den Lieferdiensten steht die Pizza hoch im Kurs. Nach Angaben des Unternehmens Lieferando wird die Pizza Margherita besonders oft bestellt. Sie ist sogar Nummer eins der „trendigsten Gerichte“ 2023. Am beliebtesten ist sie laut den Zahlen von Lieferando übrigens in Frankfurt am Main.

Aber woran lässt sich denn nun eine gute Pizza erkennen? Laut dem deutschen Pizzameister 2023 in der Kategorie „Napoletana moderna“, Maurizio De Giacomo, kommt es besonders auf die Gärzeit des Teigs an. „Ein guter Teig gärt zwischen 24 und 48 Stunden“, sagt er im Gespräch mit t-online. Die richtige Gärzeit hänge von der Mehlsorte und -stärke ab. Lässt man ihn mindestens 24 Stunden stehen, ist man aber auf der sicheren Seite.

Denn lässt man den Teig zu kurz ruhen, führt das dazu, dass die Pizza gummiartig wird und nach dem Essen schwer im Magen liegt. Ein Völlegefühl nach dem Essen deutet nach Ansicht De Giacomos auf eine schlecht zubereitete Pizza hin. Was außerdem ein No-Go ist: Gouda, Emmentaler oder Edamer zu verwenden. Für den Pizzameister ist klar: auf eine Pizza gehört einzig Fior di Latte Mozarella – außer es geht um spezielle Sorten wie die Vier-Käse-Pizza.

Aber nicht nur der Käse ist entscheidend. Mit der Tomatensoße steht und fällt eine Pizza. In eine originale neapolitanische Tomatensoße gehört nichts außer Tomaten und Salz. Dafür brauche es allerdings gute, sonnengereifte Früchte. Hier empfiehlt der Profi, lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen: „Es lohnt sich.“

Knoblauch hat laut Maurizio De Giacomo in einer Tomatensoße übrigens nichts zu suchen. „Das ist kriminell. In Italien würde man so was niemals finden.“ Wer mag, kann die Soße mit einem Schuss Olivenöl und einem Hauch Basilikum verfeinern. Es gilt: wenige, aber dafür qualitativ hochwertige Zutaten.

Gegen eine Tiefkühlpizza hat der Profi grundsätzlich nichts einzuwenden. Mittlerweile gebe es immer mehr gute TK-Produkte. Er empfiehlt aber, einfach selbst eine zu machen. Den Teig kurz backen, damit er fest wird, dann belegen und einfrieren. So hat man immer eine leckere Pizza zum Aufbacken zur Hand.

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