Sind Maden in Kirschen schädlich?

Kirschen: Manchmal sind einige Früchte von Maden befallen. (Quelle: Andrii Iemelyanenko/getty-images-bilder)

Nicht immer lässt sich von außen erkennen, ob sich im Inneren von Kirschen Maden befinden. Bei den kleinen weißen Würmern handelt es sich um die Larven der Kirschfruchtfliege. Essen Sie aus Versehen eine Made mit, müssen Sie sich jedoch keine Gedanken machen. Der Verzehr ist unbedenklich.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Früchte halbieren, eventuell vorhandene Maden entfernen und die Kirschen danach essen. Sie können die Früchte alternativ auch für etwa 30 Minuten in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser legen. Die meisten Maden schwimmen danach an der Oberfläche, und Sie können sie entfernen.

Tipp

Wie Sie Ihren Kirschbaum vor der Kirschfruchtfliege schützen, damit es gar nicht erst zu einem Madenbefall kommt, lesen Sie hier.

Mythos: zu Kirschen kein Wasser trinken

Dass Sie aufgrund des enthaltenen Pektins während des Kirschenessens kein Wasser trinken dürfen, ist übrigens ein Ammenmärchen. Bauchschmerzen bekommen Sie allerhöchstens bei einem übermäßig hohen Verzehr der Früchte. Diese unangenehme Begleiterscheinung tritt jedoch auch bei anderen Obstsorten auf, sofern sie in großen Mengen gegessen werden.

Kirschen richtig lagern: Wie lange sind sie haltbar?

Innerhalb von ein bis zwei Tagen sollten Kirschen gegessen werden. Denn die Früchte werden immer erst geerntet, wenn sie voll ausgereift sind. Daher sind sie auch sehr druckempfindlich. Das gilt besonders für sogenannte Herzkirschen, die ein weiches Fruchtfleisch haben. Etwas besser für den Transport geeignet sind knackige Knorpelkirschen, die ein festes Fruchtfleisch haben.

Ein wenig länger lassen sich Kirschen im Kühlschrank lagern. Aber auch hier bleibt das Obst nicht lange genießbar. Maximal zwei bis drei Tage bleiben Kirschen im Kühlschrank frisch. Am besten lagern Sie sie in einem gelochten Plastikbeutel.

t-online-Assistent

Erhalten Sie Antworten aus Tausenden t-online-Artikeln.

Unterschied: Süß- und Sauerkirschen

Der größte Unterschied zwischen Süß- und Sauerkirschen liegt im Geschmack: Vielen schmecken die süßen Kirschen besser. Ein Grund: Sauerkirschen haben – wie der Name schon sagt – einen säuerlichen Geschmack. Dieser entsteht durch einen hohen Anteil an Fruchtsäure und einen entsprechend niedrigen Anteil an Fruchtzucker. Die Süßkirsche wird deshalb meist roh verzehrt, während die Sauerkirsche gerne zum Kochen, Backen und Einmachen verwendet wird.

Zu den Süßkirschen zählen sowohl die hartfleischigen Knorpelkirschen als auch die weichfleischigen Herzkirschen. Eine bekannte Sauerkirschsorte ist die dunkelrote Schattenmorelle.

Share.
Die mobile Version verlassen