„Du bist nicht im Zirkus“

Meinungen zu Helene Fischers Tourauftakt gespalten


11.06.2026 – 11:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Sängerin Helene Fischer: Sie tourt wieder durch Deutschland. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Helene Fischer ist zurück auf der Bühne. Ihr Tourauftakt in Dresden begeisterte viele Fans – sorgte aber auch für Kritik.

Helene Fischer meldet sich zurück. Nach einer rund dreijährigen Tourpause steht sie wieder auf der Bühne. Das Auftaktkonzert ihrer „360°“-Stadiontour gab sie am Mittwochabend in Dresden und führte dabei auch ein Kunststück mit ihrem Mann Thomas Seidel vor. Das kam nicht überall gut an.

Zu zweit hatten Fischer und Seidel Akrobatik in mehreren Metern Höhe und nur durch dünne Drahtseile gesichert vorgeführt. Während sie turnten, sang Fischer ihren Song „An meiner Seite“. Ein Moment, der eigentlich ein Highlight der Show war, wurde von einigen Kritikern jedoch zerrissen. Unter einem Instagram-Post des Auftritts hieß es: „Helene sing doch einfach ’nur‘. Das muss nicht sein, du bist nicht im Zirkus.“

Ein weiterer User schrieb: „Eine tolle Leistung, aber besser für einen Zirkus. Bei einem Konzert will ich sie singen hören, natürlich gehört etwas Show dazu, aber vielleicht etwas weniger Zirkus.“ Ein weiterer Follower stimmte zu: „Ich mag ihre Musik, aber die Show ist mir zu viel. Wenn ich in ein Konzert gehe, will ich einfach die Musik genießen und Lieder mitsingen. Das könnte ich hier nicht. Aber viele scheinen es zu mögen.“ Dass Fischer bei Bühnenshows auch akrobatische Einlagen präsentiert, ist kein Novum. 2023 hatte sie etwa im Rahmen ihrer „Rausch“-Tour mit dem Cirque du Soleil zusammengearbeitet.

Neben den kritischen Stimmen zu ihrem aktuellen Auftritt gab es auch viel Zuspruch für Helene Fischer. „Es war großartig“, „Krasser, geiler Tourstart“, „Nicht in Worte zu fassen“ und „Mir stockt der Atem. Traumhaft schön“, hieß es in den Kommentaren unter einem aktuellen Instagram-Beitrag der Musikerin.

Mehrstöckiger Bühnenaufbau im Stadion

Der Name der „360°“-Tour hielt, was er verspricht. Jeder Winkel des Dresdner Rudolf-Harbig-Stadions wurde von Helene Fischer bespielt: Über mehrere Stege lief sie weit in den Zuschauerraum hinein und turnte über ihren Köpfen. Mit einem solchen Bühnenaufbau erfüllte Fischer sich den „Wunsch, inmitten der Konzertbesucher aufzutreten, und damit allen Zuschauern so nah wie möglich zu sein“, wie ihre Konzertagentur im Vorfeld mitgeteilt hatte.

Die Sängerin, die im vergangenen Jahr zum zweiten Mal Mutter geworden war, geht bis 17. Juli auf Open-Air-Stadion-Tournee und spielt in großen Arenen – unter anderem in Frankfurt, Köln, Berlin, Stuttgart und München sowie in Wien, Zürich und Amsterdam. Sie feiert damit ihr Bühnenjubiläum: 2026 wird ihr Debütalbum „Von hier bis unendlich“ 20 Jahre alt.

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