Eklat im Spiel gegen Djokovic

Tennis-Star verletzt Zuschauer und wird disqualifiziert

05.10.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Völlig enttäuscht: Daniil Medwedew beendete das Halbfinale in Peking auf unrühmliche Weise. (Quelle: Achmad Ibrahim/dpa)

Im Halbfinale von Peking kommt es zum Eklat: Daniil Medwedew verletzt einen Zuschauer. Novak Djokovic zieht per Disqualifikation ins Finale ein.

Weil sein Halbfinalgegner Daniil Medwedew disqualifiziert wurde, steht Tennis-Star Novak Djokovic bei seinem Lieblingsturnier in Peking wieder einmal im Finale. Der Russe schlug gegen Ende des zweiten Satzes nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum und traf dabei einen Zuschauer im Gesicht. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.

Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt und trifft im Endspiel an diesem Dienstag auf den Australier Alex de Minaur. Der 39 Jahre alte Serbe hat in seiner langen Karriere in Peking noch nie ein Spiel verloren und verließ nun zum 33. Mal als Sieger den Platz in Chinas Hauptstadt.

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„Ich bin ein bisschen geschockt. Es tut mir leid für die Person. Ich hoffe, sie ist nicht verletzt“, sagte Djokovic. „Es tut mir auch für Daniil leid, weil ich genau weiß, wie es sich anfühlt, für so etwas disqualifiziert zu werden“, sagte die langjährige Nummer eins der Welt, die 2020 bei den US Open wegen eines ähnlichen Vorfalls ebenfalls disqualifiziert wurde. Er hatte damals eine Linienrichterin unabsichtlich mit dem Ball am Hals getroffen.

Vor dem unrühmlichen Ende nun in Peking hatten sich Djokovic, der im Viertelfinale Alexander Zverev bezwungen hatte, und Medwedew ein packendes Duell geliefert. Allein der erste Satz dauerte 1:19 Stunden, ehe sich Djokovic mit 7:5 durchsetzte.

Beiden Spielern waren fortan die Strapazen anzumerken. Djokovic wirkte angeschlagen und stützte seine Hände immer wieder auf die Oberschenkel. Medwedew nahm dem Serben die Probleme aber offenbar nicht ab und imitierte seinen Gegner einige Male. Als er zum 2:4 seinen Aufschlag abgab, nahm sich aber auch der Russe eine Behandlungspause. Danach schaffte er das Re-Break, verlor dann aber wieder selbst den Aufschlag – und kurz darauf die Nerven.

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