Unter Auflagen
Mediamarkt und Saturn: EU genehmigt chinesische Übernahme
Aktualisiert am 03.11.2026 – 12:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein chinesischer Handelsriese darf die Elektrohändler Mediamarkt und Saturn übernehmen. Es gibt jedoch strenge Auflagen.
Die EU-Kommission hat die chinesische Übernahme der Elektrohändler Mediamarkt und Saturn genehmigt. Der chinesische Konzern JD.com dürfe die Mehrheitsanteile an der Muttergesellschaft Ceconomy AG kaufen, Mediamarkt und Saturn dürften im Zuge der Übernahme aber keine Vorteile durch chinesische Subventionen erhalten, teilte die Kommission am Dienstag mit. JD.com habe sich verpflichtet, unfaire Wettbewerbsvorteile auszuräumen.
Brüssel hatte Bedenken angemeldet, weil JD nach Einschätzung der EU-Kommission chinesische Subventionen erhält, etwa Steuervorteile und Staatskredite. Mit dem Geld finanziert der chinesische Konzern demnach einen Teil seiner Logistik und der IT-Systeme. Davon profitiert nach der Übernahme auch Mediamarkt-Saturn, zum Nachteil seiner Konkurrenten in Europa.
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Die EU-Kommission verlangt deshalb von JD, seine logistischen Dienstleistungen, Lager und Technologien anderen Marktteilnehmern zu den gleichen Bedingungen anzubieten wie der künftigen Tochter Ceconomy, also Mediamarkt und Saturn. Außerdem soll jegliche Finanzierung von JD für Ceconomy normalen „Marktbedingungen“ unterliegen. Nach Einschätzung aus Brüssel sind mögliche Vorteile durch die Subventionen damit ausgeglichen.
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Beide Unternehmen teilten mit, am Geschäftsmodell von Mediamarkt-Saturn solle sich vorerst nichts ändern. „Was Ceconomy heute erfolgreich macht, wird auch in Zukunft den Erfolg vorantreiben“, erklärten JD und Ceconomy in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Führungskräfte bei Ceconomy soll auf ihren Posten bleiben.
