Einmalig teuer

Porsche baut neues Rekord-Auto


26.10.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Einzelstück auf Kundenwunsch: Mit Autos wie dem 935 „Moby Dick“ lässt sich viel Geld verdienen. Die exklusiven Modelle werden bis zu 15 Millionen Euro kosten.

Porsche schärft sein Luxusprofil mit Einzelstücken und Kleinstserien nach Maß. So soll mehr Geld in die Kasse fließen. Denn die Luxusmarke kämpft mit Gegenwind.

Porsche setzt künftig stärker auf teure Einzelanfertigungen und Sondermodelle nach Kundenwunsch. Damit will der Stuttgarter Autobauer seine Gewinnschwelle auf unter 200.000 Fahrzeuge pro Jahr senken. Der Hersteller steht derzeit unter Druck: Sinkende Ergebnisse, US-Zölle, wachsende Konkurrenz in China und die hohen Kosten der Elektrifizierung belasten das Unternehmen.

  • „Moby Dick“ kehrt zurück: Porsche baut einmaligen Kundenwunsch

Sonderanfertigungen für Sammler

Einer der lukrativeren Bereiche ist die Abteilung „Sonderwunsch“. Hier wird möglich, was die Porsche-Preisliste nicht bereithält. Die Aufträge können weit über Sonderfarben oder zusätzliche Ausstattungen hinausgehen. Für manche Fahrzeuge sind neue Bauteile und umfangreiche Entwicklungsarbeit erforderlich.

Neben der Veredelung von Serienmodellen werden derzeit 15 Projekte für besonders teure Einzelstücke umgesetzt. Die Autos entstehen in enger Absprache mit den Käufern, ihre Preise beginnen bei knapp 2 Millionen und enden bei rund 15 Millionen US-Dollar (13,4 Millionen Euro).

Gewinnbringer: Die Porsche-Abteilung „Sonderwunsch“ macht Sportwagen zu Unikaten. Viele Kunden sind bereit, dafür hohe Summen zu bezahlen.

Damit dringt Porsche in eine lukrative Nische vor, die andere Hersteller wie Aston Martin oder Bentley längst besetzen. Als Vorreiter auf diesem Gebiet gilt Ferrari. Die Italiener riefen ihr „Special Projects“-Programm bereits im Jahr 2008 ins Leben. Seitdem entstehen in Maranello oftmals nicht mehr als zwei solcher Autos pro Jahr. Eines davon gehört Gitarren-Genie Eric Clapton („Layla“).

Außerdem prüft Porsche sogenannte Few-off-Modelle. Dabei handelt es sich um Kleinstserien, die zwischen limitierten Sondermodellen und Einzelstücken liegen.

Carrera GT: Aufarbeitung für bis zu 800.000 Dollar

Begehrtes Sammlerobjekt: Ein neuer Carrera GT kostete etwa 450.000 Euro. Für eine Instandsetzung verlangt Porsche nun deutlich mehr.

Auch die Aufarbeitung älterer Modelle soll Porsche Einnahmen bringen. Im Werksprogramm können Besitzer ihren Carrera GT mechanisch in einen fabrikfrischen Zustand versetzen lassen. Die Kosten hierfür: etwa 500.000 bis 800.000 US-Dollar pro Fahrzeug.

11 Aufarbeitungen sind bereits abgeschlossen, 16 in Arbeit und 21 noch offen. Damit umfasst das Programm derzeit 48 der 1.270 jemals gebauten Carrera GT.

Porsche zerlegt die Autos und überholt ihre mechanischen Teile. Auf Wunsch werden die Außen- und die Innenausstattung verändert. Zudem wird der Kilometerzähler auf null zurückgesetzt. So wird das Auto zum Neuwagen. Allerdings zu einem 20 Jahre alten.

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