Am Flughafen Frankfurt

Der Lufthansa wird das Kerosin knapp – ungewöhnliche Bitte

14.10.2026 – 23:44 UhrLesedauer: 1 Min.

Lufthansa hat vorsorglich verschiedene Maßnahmen ergriffen, um einen verlässlichen Flugbetrieb sicherzustellen. (Quelle: Boris Roessler/dpa/dpa-bilder)

Am Flughafen Frankfurt ist die Kerosinversorgung derzeit eingeschränkt. Die Lufthansa hat Maßnahmen eingeleitet, um den Betrieb trotzdem aufrechtzuerhalten.

Wegen einer eingeschränkten Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt hat die Lufthansa begonnen, Flugzeuge auf bestimmten Strecken bereits vor dem Abflug nach Frankfurt mit zusätzlichem Treibstoff zu beladen. Mit dieser Methode will das Unternehmen den Bedarf an Kerosin vor Ort reduzieren und Flugausfälle vermeiden, wie die Lufthansa mitteilte. Über Details der Maßnahme hatte zuvor die „Bild“-Zeitung berichtet.

Das sogenannte Tankering, bei dem Flugzeuge mehr Kraftstoff aufnehmen als für die jeweilige Strecke nötig, gilt laut „Bild“ vor allem für Kurz- und Mittelstreckenverbindungen, zunehmend aber auch für Langstreckenflüge. Für Maschinen der Airbus-A320-Familie sehe die Vorgabe demnach eine Obergrenze von acht Tonnen zusätzlichem Kraftstoff vor. Bei der Flugplanung solle dabei sichergestellt werden, dass das höhere Gewicht weder die Passagierbeförderung noch den Frachttransport einschränke. Die Maßnahmen sollen laut „Bild“ bis auf Weiteres gelten und je nach Lage angepasst werden.

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Rheinpegel als eine Ursache vermutet

Als Ursache für die angespannte Versorgungslage nannte die Lufthansa unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Die „Bild“-Zeitung führte zudem den niedrigen Rheinpegel als möglichen Belastungsfaktor an, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren könnten.

Flughafenbetreiber Fraport erklärte, dass an einer Pipeline, die den Flughafen mit Kerosin versorge, derzeit eine turnusgemäße Wartung stattfinde. Einen Engpass schließt Fraport dennoch aus, da andere Versorgungswege und ausreichende Tankspeicher zur Verfügung stünden. „Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeinträchtigt“, teilte Fraport mit.

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