Lufthansa-Airbus hat Probleme

Erneuter Zwischenfall am Flughafen München


Aktualisiert am 18.08.2026 – 17:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Lufthansa-Airbus mit dem Kennzeichen D-AIML (Archivbild): Am Montag hatten die Piloten bei der Landung in München Schwierigkeiten. (Quelle: IMAGO/Oliver Baumgart/imago)

Erst verunglückt am Wochenende fast eine Boeing. Jetzt wird es für einen Airbus eng.

Kurz nach dem Beinahe-Unfall am Samstag ist am Münchner Flughafen am Montagabend ein Airbus A380 der Lufthansa bei einer Landung zu früh aufgesetzt, wie die Fluggesellschaft auf Anfrage bestätigte. Alle 351 Passagiere konnten aber das Flugzeug unverletzt verlassen. Zuvor hatte RTL über den Vorfall berichtet.

Im Bereich der Landebahnschwelle sei es „zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung“ gekommen, erklärte die Lufthansa-Sprecherin. Flug LH459 war am Vorabend in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien gestartet.

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Wieso die Maschine nach rund elf Stunden Flug zu früh aufsetzte, ist den Angaben zufolge noch unklar. Laut RTL wurde die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) eingeschaltet und ist mit Ermittlern vor Ort. Die Flugdatenschreiber wurden demnach sichergestellt. Der rund 13 Jahre alte Airbus mit dem Kennzeichen D-AIML ist Daten von Flightradar24 zufolge seit dem Zwischenfall am Boden geblieben und nicht mehr geflogen. Die A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt.

Vorfall auf selber Landebahn wie am Wochenende

Laut RTL kam es auf derselben Bahn zu dem Vorfall, auf der es am Samstag beim Start der Boeing 787-9 von Vietnam Airlines fast zur Katastrophe gekommen wäre, als ein Boeing-Dreamliner über die Piste hinausschoss. Nur knapp entgingen Passagiere und Crew einem Unglück, weil die Maschine im letzten Moment doch noch abheben konnte.

Auch hier wurden Lampen der Bahnbefeuerung beschädigt. Die Maschine kehrte zum Münchener Flughafen zurück. Bei der Sicherheitslandung platzten mehrere Reifen, Menschen wurden aber nicht verletzt.

Ein vorläufiger Untersuchungsbericht von Vietnams Luftfahrtbehörde legt ein technisches Problem an der Vietnam-Airlines-Maschine schon beim Start nahe. Beim Beschleunigen auf dem Rollfeld habe die Besatzung der Boeing 787-9 Schwierigkeiten beim Beschleunigen festgestellt, hieß es demnach in dem Bericht unter Berufung auf die Piloten des Fluges: Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt. Danach habe die Maschine zunächst bis zur kritisch erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen.

Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden gewesen sei, um den Start sicher abzubrechen, habe der Pilot den Startvorgang fortgesetzt, heißt es weiter im Bericht der Luftfahrtbehörde vom Dienstag. Der Pilot habe die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase hochgezogen.

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