„Zur Mode geworden“

Sané als WM-Sündenbock? Trainer spricht Klartext

28.07.2026 – 15:27 UhrLesedauer: 1 Min.

Leroy Sané: Bei der WM stand er in allen vier Partien in der Startelf. (Quelle: IMAGO/Paul Terry)

Galatasarays Okan Buruk widerspricht der in Deutschland geäußerten Kritik an Leroy Sané nach dem WM-Aus. Er wird deutlich.

Trainer Okan Buruk vom türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul hat Leroy Sané gegen die seiner Meinung nach ungerechte Kritik am Nationalspieler in Deutschland in Schutz genommen. „Leroy ist einer der letzten, den man als Sündenbock auswählen kann“, sagte Buruk beim Pay-TV-Sender Sky über das neuerliche deutsche WM-Desaster. „Er hat in jedem Spiel versucht, alles zu geben und sehr viel dafür getan.“

Es sei „leider fast schon zur Mode geworden“, Sané zu kritisieren, ergänzte Buruk: „Ich finde es ehrlich gesagt aber fast schon ein bisschen lustig, dass man Leroy Sané jetzt zum Sündenbock macht. Er hat keine schlechte WM gespielt.“

Der 30-Jährige hatte bei der WM in allen vier Spielen in der Startelf gestanden. Beim 1:2 gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel erzielte er seinen ersten WM-Treffer.

Sané gilt als eines der möglichen Opfer beim Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Buruk sieht seinen Schützling hingegen auf einem guten Weg: „Ich muss auch besonders erwähnen, dass Leroy sehr, sehr positiv aus dem Urlaub zurückgekommen ist.“ Der Offensivakteur fühle sich „im Kreis der Mannschaft sehr wohl. Wir bauen ihn jetzt körperlich wieder auf und freuen uns, dann in der neuen Saison wieder mit ihm arbeiten zu können“.

Sanés Vertrag bei Galatasaray läuft noch bis 2028. In seiner ersten Saison erzielte er in 43 Pflichtspielen sieben Tore und bereitete neun weitere vor.

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