Jamal Musiala leidet an Absencen
Eine oftmals falsch eingeschätzte Krankheit
Aktualisiert am 19.08.2026 – 09:34 UhrLesedauer: 2 Min.
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Erst gegen Leipzig, dann in Heidenheim: Binnen weniger Tage geht Jamal Musiala zweimal benommen zu Boden. Der Nationalspieler erklärt das mit einem wenig bekannten medizinischen Phänomen. Was hat es damit auf sich?
Nach zwei Schreckmomenten vor laufenden Kameras binnen drei Tagen hat Jamal Musiala selbst die Ursachen seiner plötzlichen Blackouts erklärt – und dabei einen medizinischen Begriff benutzt, den viele Menschen nicht kennen: Absencen.
Das dem Französischen entlehnte Wort Absence bedeutet im Deutschen so viel wie „Abwesenheit“. Es beschreibt, was der 23-jährigen Nationalspieler erlebte, als er auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte.
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Für einige Sekunden hatte der Profi des FC Bayern München in den Spielen gegen RB Leipzig und gegen den 1. FC Heidenheim Komplettaussetzer. Nach eigenen Angaben sind die Absencen für Musiala „aktuell Teil meines Alltags“.
Absencen treten vor allem bei Kindern auf
Absencen sind eine milde Form epileptischer Anfälle und treten nach Angaben der amerikanischen Epilepsy Foundation besonders häufig bei Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren auf, können aber auch bei Jugendlichen oder Erwachsenen vorkommen. Gerade bei Kindern werden kurze Absencen, die üblicherweise nur wenige Sekunden dauern, mit Tagträumen und Unaufmerksamkeit verwechselt und von Außenstehenden gar nicht als Symptom eines gesundheitlichen Problems bemerkt.
Während einer typischen Absence ist die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit vorübergehend beeinträchtigt. Betroffene reagieren in der Regel nicht oder kaum auf ihre Umgebung und auf Ansprache. Dabei kann es vorkommen, dass die Augen nach oben rollen.
