Neue EU-Vorschrift

Laptop ohne Ladegerät – was beim Nachkauf wichtig ist

Aktualisiert am 26.08.2026 – 12:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Klobiges Netzteil war gestern: Moderne Laptops lassen sich über USB-C-Ladegeräte aufladen. (Quelle: Nico Tapia/dpa-tmn/dpa-bilder)

Nanu, da fehlt doch was? Viele Laptops kann man inzwischen nur ohne Ladegerät kaufen und muss sich dann selbst um eines kümmern. Worauf es bei der Suche ankommt.

Früher bekam man Laptop und Aufladezubehör in einem Paket. Wer aktuell einen neuen Laptop kauft, steht möglicherweise erst mal ohne Netzteil und Ladekabel da. Hintergrund ist eine neue EU-Vorschrift, nach der Händler einen Laptop auch als pure Variante ohne Netzteil und Ladekabel vertreiben müssen, um Elektroschrott zu vermeiden.

Viele verkaufen die Geräte nach Angaben der Stiftung Warentest generell nur noch ohne Ladezubehör. Immerhin: Manche Online-Shops zeigen beim Laptop-Kauf gleich passende Netzteile samt Kabel an.

  • Neues Gerät gekauft: Darum fehlt das Netzteil
  • Ab 2028: EU weitet USB-C-Pflicht auf Ladegeräte aus

Wer jedoch selbst suchen muss, sollte auf diese drei Dinge achten:

  1. Neuere Laptops lassen sich über einen USB-C-Anschluss aufladen. Dann müssen Sie auf diesen kleinen, schmalen Anschluss beim Netzteil achten. Dieses gehört an eine USB-C-Buchse am Laptop, die ein Laden ermöglicht, oft zu erkennen an einem kleinen Blitzsymbol neben der USB-C-Buchse.
  2. Die Wattzahl von Netzteil und Kabel muss mindestens der Leistung entsprechen, die der Laptop benötigt. Bei dem Ladezubehör steht diese Zahl in der Produktbeschreibung oder direkt auf dem Produkt. Die Wattzahl des Laptops findet sich zum Beispiel auf dem Datenblatt zum Rechner.
  3. Das Netzteil sollte die Technik „Power Delivery“ (PD) unterstützen. Dann ist es auch kein Problem, wenn das Netzteil mehr Watt anbietet, als der Laptop braucht.

Stimmen USB-Anschluss, Wattzahl und Power Delivery, müssen Sie nicht zwingend ein Original-Netzteil des Laptop-Herstellers erwerben. Die Stiftung Warentest rät allerdings davon ab, extrem günstige No-Name-Produkte zu kaufen. Diese könnten im schlimmsten Fall in Flammen aufgehen oder andere schwerwiegende Mängel haben.

Share.
Die mobile Version verlassen