Urteil in Nürnberg

Trio handelte mit Waffen und Drogen – nun folgen die Strafen

02.09.2026 – 20:48 UhrLesedauer: 1 Min.

Landgericht Nürnberg (Symbolbild): Hier endete ein Prozess gegen Heranwachsende wegen des Handels mit Waffen und Drogen. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/dpa-bilder)

Schusswaffen aus den Niederlanden, Pakete voller Rauschgift: Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat drei junge Männer zur Verantwortung gezogen.

In Nürnberg hat das Landgericht drei junge Männer wegen des illegalen Handels mit Schusswaffen und Rauschgift verurteilt. Den härtesten Schuldspruch erhielt ein 21-Jähriger: Er muss vier Jahre und zehn Monate in Haft. Die beiden anderen Angeklagten – ein 22-Jähriger und ein weiterer 21-Jähriger – kamen mit Bewährungsstrafen davon.

Laut Staatsanwaltschaft soll der zu einer Haftstrafe verurteilte 21-Jährige spätestens seit dem Frühjahr 2024 „einen blühenden illegalen Handel mit Schusswaffen und Rauschgift“ betrieben haben. Die Waffen und Drogen bezog er demnach überwiegend aus den Niederlanden und verschickte sie in vielen Fällen per Paket. Später soll er zudem Schreckschusswaffen zu funktionsfähigen Schusswaffen umgebaut haben. Bei den Drogen handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem um Cannabis, Ecstasy und Kokain.

Der 22-Jährige soll dem Hauptangeklagten sein Bankkonto für die Verkäufe und seine Adresse für den Paketempfang zur Verfügung gestellt sowie beim Versand mitgeholfen haben. Er wurde zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Der dritte Angeklagte erhielt acht Monate auf Bewährung. Er soll beim Umbau der Schreckschusswaffen mitgewirkt haben; sein Zimmer diente nach Angaben eines Gerichtssprechers als Lager für Waffen und Munition.

Share.
Die mobile Version verlassen