Rennen um Parteivorsitz entschieden

Kubicki setzt sich im FDP-Machtkampf durch

Aktualisiert am 15.05.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Wolfgang Kubicki (r.) wird FDP-Chef, Henning Höne sein Stellvertreter. (Archivbild) (Quelle: Christoph Soeder/dpa/dpa-bilder)

Der Führungsstreit in der FDP ist entschieden. Wolfgang Kubicki soll die Liberalen künftig führen.

Die FDP legt ihren Führungsstreit bei. Wolfgang Kubicki wird neuer Parteivorsitzender der Liberalen. „Wie schon 2013 wollen wir unsere Kräfte bündeln. Damals hieß das Team Lindner-Kubicki, jetzt heißt es Kubicki-Höne“, sagte Kubicki in einem Doppel-Interview mit seinem Herausforderer Henning Höne der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Höne soll Vize-Chef der Partei werden.

„Henning und ich führen die Partei in den kommenden zwölf Monaten im Team“, erklärte Kubicki auf der Plattform X.

„Die letzten Wochen haben gezeigt: Der Wettbewerb um den Bundesvorsitz hat uns vorangebracht – als Gesamtpartei, aber auch konkret in Nordrhein-Westfalen. Das war gut!“, teilte Höne in einer Erklärung mit, die auch t-online vorliegt.

Der bisherige Parteichef Christian Dürr hatte nach dem schlechten Abschneiden der FDP bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März seinen Rückzug angekündigt.

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Kubicki, 74, ehemaliger Bundestagsvizepräsident, warb mit seiner jahrzehntelangen politischen Erfahrung um das Führungsamt. Er habe die FDP bereits viermal in Parlamente zurückgeführt – „wo keiner dran dachte, dass es funktionieren kann“, so der FDP-Mann.

Höne, 39, führt seit 2022 die FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen.

Neue Führung soll Liberale beleben

„Die Unzufriedenheit mit der jetzigen Koalition ist historisch“, erklärte Kubicki im „FAZ“-Interview. Seine Einschätzung: „Umso dringender braucht es eine FDP, die wieder als wählbare Alternative wahrgenommen wird.“

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Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünfprozenthürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.

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