Im Landesamt für Einwanderung

Korruptionsverdacht: Anklage gegen Ex-Mitarbeiterin erhoben

30.06.2026 – 12:14 UhrLesedauer: 1 Min.

Landesamt für Einwanderung (Archivbild): Die Miarbeiterin soll Geld für Dienstleistungen angenommen haben. (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

In Berlin müssen sich sechs Personen wegen Bestechlichkeit verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen eine ehemalige Mitarbeiterin des Landesamts für Einwanderung und fünf weitere Personen erhoben.

Die 27-jährige Hauptangeschuldigte muss sich laut Anklage wegen 30 Fällen der Bestechlichkeit verantworten. Den fünf weiteren Angeschuldigten im Alter zwischen 27 und 38 Jahren wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor.

Termine gegen Geld? Frau angeklagt

Die Frau war von April 2022 bis Juli 2024 im Landesamt für Einwanderung angestellt. Sie soll laut Anklage gegen Bezahlung von 5 bis 170 Euro rechtswidrig Termine vergeben haben. Zudem soll sie Daten aus dem Melderegister abgefragt haben.

Ab Januar 2024 soll die Hauptangeschuldigte gemeinsam mit zwei Mitangeschuldigten auch Social-Media-Kanäle für Terminbuchungen genutzt haben. Insgesamt sollen die Angeschuldigten laut Anklage 2.262 Euro unrechtmäßig eingenommen und aufgeteilt haben.

Die Angeschuldigten haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet ein Schöffengericht des Amtsgerichts Tiergarten.

Share.
Die mobile Version verlassen