Sicherheit im Kölner Karneval
Südstadt am 11.11. im Fokus – Blick auf Folgen der Gen Z-Demo
02.11.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 4 Min.

Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt bereiten sich auf den 11.11. in Köln vor. Insbesondere die Südstadt steht als Partyhotspot unter Beobachtung.
Die Stadt Köln erwartet zum 11.11. erneut Zehntausende Feiernde an den Partyhotspots zum Karnevalsauftakt. Gemeinsam mit Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei haben die Verantwortlichen ein umfassendes Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Erneut wird das Kwartier Latäng um die Zülpicher Straße als Partyzone im Ernstfall abgeriegelt. Auch die Südstadt steht im Fokus, ebenso die Auswirkungen der Proteste der Gruppierung „Gen Z regelt!“. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
11.11. in Köln: Was ist 2026 neu zum Karnevalsauftakt?
Die Südstadt rückt noch stärker in den Fokus der Einsatzkräfte. So werden Mitarbeitende des Ordnungsamts noch präsenter im Bereich um den Chlodwigplatz und die Severinstorburg sein, außerdem gibt es dort mehr Toiletten und Mülltonnen der AWB. „Die Maßnahmen sind die Folge aus Gesprächen mit Anwohnern, Gewerbetreibenden und den Interessengemeinschaften vor Ort“, sagte Dirk Käsbach, Leiter des Ordnungsamts der Stadt Köln.
Auch die Kölner Feuerwehr und die Rettungsdienste haben für die Südstadt eine eigene Einsatzabteilung eingerichtet, wie bereits in der Altstadt und am Kwartier Latäng.
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Um Kosten zu sparen und das Geld sinnvoller einzusetzen, wurde ein Teil der Toiletten von der Uniwiese in die Südstadt verlegt. Der dort noch genutzte Bereich wird erneut mit Bodenplatten ausgelegt und großräumig abgesperrt.
Ansonsten gilt die Uniwiese weiterhin nur als reine Durchgangszone und soll Ausweichmöglichkeiten bieten, sollte die Zülpicher Straße zu voll werden. In den vergangenen Jahren war dies nach dem Höhepunkt 2023 allerdings kaum noch der Fall. Ob sie im Straßenkarneval 2027 abgesperrt wird, ist noch offen.
Karneval in Köln: Wie entwickelt sich die Lage im Kwartier Latäng und der Altstadt?
Dort gilt weiterhin ein Glasverbot von 8 Uhr am 11.11. bis 8 Uhr am folgenden Tag. Hinzu kommen Glasverbotszonen im Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher sowie im Grüngürtel zwischen Zülpicher Straße und Luxemburger Straße. Dort dürfen zwischen 8 und 22 Uhr keine Glasflaschen mitgebracht worden.
In der Südstadt verfolgt die Stadt Köln noch ein anderes Konzept: Dort setzt die Stadt zwischen 8 und 22 Uhr auf freiwilligen Glasverzicht. Dafür wurden entsprechende Container aufgestellt. „Die Erfahrung aus dem Straßenkarneval hat gezeigt, dass das gut funktioniert“, sagte Käsbach bei der Vorstellung der Maßnahmen. Sollte sich die Situation allerdings verschlechtern, könnte es in Zukunft auch eine Glasverbotszone geben.
Zeitgleich gilt im gesamten Stadtgebiet ein Messerverbot, auch außerhalb der üblichen Waffenverbotszonen.
Die Gen Z-Proteste in Köln sind am Wochenende eskaliert: Droht eine solche Lage auch am 11.11.?
Laut ersten Erkenntnissen nicht. Der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz sagte bei der Pressekonferenz: „Ich habe bisher noch keine Anzeichen dafür, dass am 11.11. etwas Vergleichbares auf uns zukommt, aber ganz ausschließen kann man es nicht.“ Die Einsatzkräfte würden sich auf eine mögliche Lage allerdings entsprechend vorbereiten. Für den 11.11. seien Kundgebungen angemeldet worden, die allerdings in keinem Zusammenhang mit den Protesten vom Wochenende stünden.
