DFB-Pokal
Nach Platzsturm: Last-Minute-Tor entscheidet Derby
Aktualisiert am 21.08.2026 – 21:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Erstenrundenduell des DFB-Pokals zwischen Mannheim und Kaiserslautern herrschen chaotische Zustände. Erst in der Verlängerung fällt die Entscheidung.
Der 1. FC Kaiserslautern hat ein chaotisches Südwest-Duell in der ersten Runde des DFB-Pokals für sich entschieden. Erst in der Verlängerung setzte sich der Zweitligist gegen Waldhof Mannheim mit 1:0 durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Ibrahim Kanaté erst in der 120. Minute.
Zuvor hatten die Fans auf den Rängen mehrfach Chaos verursacht. Schon in der Anfangsphase musste die Partie aufgrund von dichtem Pyro-Nebel für einige Minuten unterbrochen werden. Nach 90 Minuten eskalierte die Situation aufgrund einer Rudelbildung auf dem Platz dann komplett: Mannheimer Fans versuchten den Platz zu stürmen. Hundertschaften der Polizei inklusive Pferden mussten eingreifen und die Lage beruhigen. Zeitweise drohte ein Abbruch der Partie, die Verlängerung konnte erst mit rund 30 Minuten Verspätung beginnen.
So lief das Spiel
Auch auf dem Feld ging es ordentlich zur Sache. Die „Roten Teufel“ – in dieser Saison noch ohne Pflichtspieltor – hatten zwar mehr Kontrolle über das Spiel. Die besseren Möglichkeiten erspielten sich jedoch erst einmal die Mannheimer. Erst vergab Kushtrim Asallari (12.) aus kurzer Distanz und nach einer knappen halben Stunde scheiterte Julian Rieckmann. Kurz vor der Pause übte dann auch Kaiserslautern mehr Druck aus, blieb aber glücklos.
Der zweite Durchgang begann mit Verspätung – erneut war Pyrotechnik der Auslöser für die Verzögerung. Allerdings erklärte das Polizeipräsidium Mannheim auf dpa-Anfrage, die Bilanz des Einsatzes rund um das Carl-Benz-Stadion sei zumindest bis zur Eskalation nach der regulären Spielzeit „positiv“ und „ohne nennenswerte Zwischenfälle“ verlaufen.
Doch im Stadion sah es dann ganz anders aus. Nach einer Rudelbildung der Spieler und weiteren Feuerwerkskörpern aus dem FCK-Block in Richtung der Sitzplatztribünen sowie der Spieler und Polizisten stand die Fortsetzung des Spiels auf der Kippe. Mit etwa 20-minütiger Verspätung pfiff Schröder die Verlängerung dann aber doch wieder an. Bei weiteren Ausschreitungen wäre die Partie abgebrochen worden. Die 30 Minuten verliefen dann wenig ereignisreich, Kaiserslautern war jedoch die deutlich überlegende Mannschaft. Der Siegtreffer in der Schlussminute war hochverdient.
