Demos in Berlin

Junge Union will Bundeswehr bei GenZ-Protest einsetzen


26.10.2026 – 10:15 UhrLesedauer: 1 Min.

Reservisten der Bundeswehr marschieren (Symbolbild): Der Vorstoß der Jungen Union in Mitte stößt auf heftige Kritik. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-bilder)

Ein Kreisverband der Jungen Union in Berlin will die Bundeswehr bei den Schülerprotesten einbinden. Der Vorschlag stößt auf Unverständnis.

Am Wochenende sind in Berlin und anderen Teilen Deutschlands die sogenannten GenZ-Proteste angekündigt. Dabei wollen junge Menschen auf die Straße gehen, um gegen mangelnde Schul- und Sozialpolitik zu demonstrieren. Nun hat die Junge Union (JU) in Berlin-Mitte einen Vorschlag veröffentlicht, der auf Unmut stößt.

Auf ihrem Instagramaccount fordert der Kreisverband, bei den Protesten die Bundeswehr um Amtshilfe zu bitten. Die Forderung steht auf einem KI-generierten Motiv, auf dem Bundeswehr-Soldaten vor dem Brandenburger Tor zu sehen sind.

Vorstoß stößt auf Kritik: „Was stimmt denn mit euch nicht?!“

Hintergrund des Vorschlags sind mutmaßlich die Proteste in Frankreich in den vergangenen Wochen. Dort gehen weiterhin Schüler und junge Menschen auf die Straßen, um gegen marode Schulen, Unterrichtsausfall und mangelnde Zukunftsperspektive zu demonstrieren. Während der Großteil der Proteste friedlich abläuft, gibt es auch immer wieder Ausschreitungen und Plünderungen von Geschäften am Rande der Demos.

„Paris hat gezeigt, was Hasser der freiheitlichen, demokratischen Welt anrichten“, teilte der Kreisverband der JU auf Instagram mit. Doch der Vorschlag stößt in der Kommentarspalte auf heftige Kritik. Eine Nutzerin schreibt: „Die Bundeswehr wollt ihr gegen SCHÜLER Demos einsetzen? Was stimmt denn mit euch nicht?“.

Die Veranstalter der Demos in Deutschland und Berlin distanzieren sich deutlich vor jeder Form von Gewalt. Auf der Webseite heißt es dort: „Unser Protest ist friedlich, ohne Ausnahme. Gewalt gegen Menschen oder Sachen widerspricht allem, wofür wir stehen.“

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