Tödlicher ICE-Unfall in Essen

Folgen für Bahnreisende in Düsseldorf und NRW


26.10.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Rettungsdienst im Einsatz (Symbolfoto): In Essen ist es in der Nacht zu einem tödlichen Unfall auf den Bahnschienen gekommen. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

Am Montag ist eine wichtige Bahnstrecke im Ruhrgebiet gesperrt: Nach einem tödlichen Unfall laufen in Essen die Ermittlungen – mit Folgen für die Pendler in NRW.

Nach dem tödlichen Unfall auf den Schienen der Deutschen Bahn in Essen müssen Bahnreisende aus Düsseldorf am Montagmorgen mit Verspätungen und Ausfällen im Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen rechnen.

Und auch der Fernverkehr ist betroffen: Hier rechnet die Deutsche Bahn mit Verspätungen von ungefähr 20 Minuten auf den ICE und IC-Strecken, die normalerweise über die Unfallstelle im Ruhrgebiet führen.

Tödlicher ICE-Unfall in Essen: Arbeiter werden von Schnellzug erfasst

Eine Gruppe von sechs Gleisarbeitern war am späten Sonntagabend auf einem Gleisabschnitt der Deutschen Bahn in Essen im Einsatz. Zwei von ihnen wurden von einem ICE erfasst. Einsatzkräfte konnten bei einem der beiden nur noch den Tod feststellen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Der andere Mann wurde schwer verletzt: Rettungskräfte brachten ihn in der Nacht mit einer Drehleiter aus dem Gleisbereich und dann in ein Krankenhaus. Wieso die Arbeiter zum Zeitpunkt des durchfahrenden Zuges sich auf den Gleisen aufhielten, ist bisher unklar. Während des rund zweistündigen Einsatzes waren auch Notfallseelsorger sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei vor Ort.

Die Strecke zwischen Gelsenkirchen Hauptbahnhof und Essen-Altenessen ist wegen des Vorfalls seit 23.03 Uhr gesperrt. Wie lange die Sperrung hier noch andauern wird, ist ungewiss. Für Reisende aus Düsseldorf sind im Regionalverkehr drei Linien von der Streckensperrung betroffen:

  • Beim RE 3 (Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Gelsenkirchen–Dortmund) werden die Züge zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Oberhausen Hauptbahnhof umgeleitet. Sie halten dabei in Bochum und Essen, die Zwischenhalte entfallen.
  • Für den RE 1 (RRX) und den RE 11 (RRX) liegen nach Angaben von „zuginfo.nrw“ derzeit keine Konzepte vor. Stattdessen werde für jede Zugfahrt kurzfristig einzeln entschieden. Fahrgäste sollen auf Informationen vor Ort achten und den Zuglauf in der Onlinereiseauskunft prüfen.

Unfall hat weitreichende Folgen für die Bahn im Ruhrgebiet

Die Streckensperrung in Essen hat auch für weitere Regionalzüge Folgen: Auf der RB 32 enden und beginnen die Züge aus Richtung Dortmund in Wanne-Eickel, zwischen Wanne-Eickel und Oberhausen fallen Fahrten aus.

Die RB 35 endet und beginnt aus Richtung Oberhausen in Essen-Altenessen, zwischen Altenessen und Gelsenkirchen gibt es Teilausfälle. Beide Linien führen nicht über Düsseldorf. Als Ersatz sind laut „zuginfo.nrw“ Busse im Einsatz: zwei der Firma Vias-Bus zwischen Essen-Altenessen und Gelsenkirchen sowie drei der Firma PM Mobility Verkehrsservice zwischen Wanne-Eickel und Oberhausen.

Die Bahn rät Reisenden am Morgen, sich über die Bahnmedien über alternative Routen zu informieren.

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