Wegen Kind durch Leihmutterschaft

CDU-Landesverband fordert Spahn-Rücktritt

Aktualisiert am 17.07.2026 – 13:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Jens Spahn: Sein Rücktritt wird gefordert. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Jens Spahn hat ein Kind durch eine Leihmutter austragen lassen. Die CDU ist empört. Nun gibt es Rücktrittforderungen.

Der CDU-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern fordert Jens Spahns Rücktritt als Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Zuvor war bekannt geworden, dass Spahn ein Kind per Leihmutterschaft in den USA hatte austragen lassen. Als Politiker hatte er sich dagegen eingesetzt, seine Partei lehnt ein solches Vorgehen grundsätzlich ab.

Daniel Peters, CDU-Chef in Mecklenburg-Vorpommern, sagte der „Bild“-Zeitung: „Jens Spahn hat als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine besondere Vorbildfunktion innerhalb der Union. Mit einer Leihmutterschaft in den USA hat Spahn sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt.“

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Zudem nehme Spahn für sich in Anspruch, als Privatperson ganz anders handeln zu können, als er als CDU-Mandatsträger abstimme. „Das geht überhaupt nicht“, so Peters.

Er betonte: „Die CDU steht für Glaubwürdigkeit und Klarheit, gerade in ethisch sensiblen Fragen. Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten.“

Kritik kam auch aus der Senioren-Union. Deren Vorsitzender Hubert Hüppe zeigte sich im „Spiegel“ „persönlich geschockt“ von der Neuigkeit über Jens Spahns Entscheidung für eine Leihmutter. „Wir haben als CDU den klaren Beschluss des Bundesparteitages, dass wir Leihmutterschaft ablehnen. Die CDU war die Partei, von der man sagte, dass sie bei dem Thema am deutlichsten ist“, sagte Hüppe. „Natürlich kann ich verstehen, dass jeder Mensch den Wunsch auf ein Kind hat, auch homosexuelle Paare, aber es geht darum, ob man Frauen instrumentalisiert.“

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