„Ich habe nie darüber gesprochen“
Ana Ivanović mit emotionalem Geständnis
Aktualisiert am 23.07.2026 – 11:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Ana Ivanović hat ihre Tenniskarriere früh beendet. Auf Fans wirkte die Entscheidung plötzlich. Nun machte sie klar, was dahintersteckte.
Die ehemalige Weltranglistenerste Ana Ivanović hat am Dienstag in einer kroatischen TV-Show erstmals die wahren Gründe für ihr überraschend frühes Karriereende offengelegt. Dabei sprach die 38-Jährige über ein Thema, das im Spitzensport selten zur Sprache kommt: Mentale Erschöpfung und Panikattacken spielten bei dem Tennisstar eine zentrale Rolle.
Ivanović feierte im November 2016 ihren 29. Geburtstag. Nur wenige Tage vor Beginn der Saison 2017 verkündete sie dann ihren Rücktritt vom Profitennis – für viele Fans ein Schock. In der kroatischen Talkshow „(Ne)uspjeh Prvaka“ mit dem kroatischen Fußballtrainer und Ex-Bundesliga-Star Slaven Bilić sprach die Serbin nun offen darüber, was wirklich hinter dieser Entscheidung steckte.
Ivanović macht deutlich, dass der Rücktritt keine plötzliche Entscheidung war: „Es baute sich über lange Zeit auf. Ich erinnere mich, dass ich in meinen Zwanzigern sagte, ich sei nicht die Art von Person, die bis 40 spielen würde. Das hat mich nie angesprochen, weil ich wusste, dass es andere Dinge gibt, die ich im Leben machen wollte.“
Heftige Panikattacken auf dem Platz
Doch es waren nicht nur persönliche Prioritäten, die zum Rücktritt führten. Die ehemalige Nummer eins der Welt schildert eine Verletzungsspirale, die 2015 begann: „Ich startete 2015 wirklich gut“, erzählte sie. „Dann ging ich zu den Australian Open und eines Morgens, zwei oder drei Tage vor dem Turnier, kam ich aus dem Bad, stieß mit dem Fuß gegen die Tür und brach mir den kleinen Zeh. Ich entschied mich zu spielen, während ich Schmerzmittel nahm, aber ich konnte einfach nicht. Dann breitete sich das Problem auf mein Knie aus – ich bekam Knieschmerzen – und nach und nach führte das alles dazu, dass ich mental erschöpft war und ständig gegen Entzündungen kämpfte.“
Am schwersten wog jedoch die mentale Belastung. Ivanović gestand: „In den letzten Jahren meiner Karriere hatte ich sehr starke Panikattacken, sobald ich auf den Platz ging. Ich habe nie darüber gesprochen, aber ich hatte wirklich heftige Panikattacken.“ Die Angst wurde ihr zufolge so übermächtig, dass sie kaum noch funktionieren konnte: „In Wirklichkeit war ich einfach nur in Panik und konnte nicht mehr. Ich hatte panische Angst davor, am nächsten Tag wieder auf den Platz zu gehen und vor Publikum spielen zu müssen.“
