Familienduell zum Liga-Auftakt

Ausgerechnet der Neffe: Dieser Hoeneß will Bayern-Start vermiesen


27.08.2026 – 19:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Uli Hoeneß: Der Ehrenpräsident des FC Bayern äußert sich seit jeher meinungsstark.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Stadion (Archivbild): Der FC Bayern wird am Freitagabend gegen den VfB Stuttgart antreten. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago-images-bilder)

Beim Bayern-Auftakt gegen Stuttgart bekommt das Duell in der Allianz Arena eine persönliche Note – denn ein berühmter Name steht gewissermaßen auf beiden Seiten.

Endlich wieder Bundesliga. Am Freitagabend fällt in der Allianz Arena der Startschuss für die neue Saison 2026/2027. Der FC Bayern bekommt zum Auftakt gleich einen Gegner, mit dem er erst vor wenigen Monaten um den DFB-Pokal-Titel kämpfte: Um 20.30 Uhr empfängt der amtierende Deutsche Meister den VfB Stuttgart.

Als wäre das Auftaktspiel der Bundesliga nicht ohnehin mit genügend Spannung verbunden, steckt diesmal auch noch ein kleines Familienduell darin: Hoeneß gegen Hoeneß.

Auf der einen Seite steht Uli Hoeneß, eine der prägendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des FC Bayern. Auf der anderen trainiert Sebastian Hoeneß den VfB Stuttgart. Und der ist Ulis Neffe.

Ein Münchner Hoeneß auf der anderen Seite

Uli Hoeneß und der frühere Fußballprofi und Manager Dieter Hoeneß sind Brüder. Sebastian Hoeneß ist der Sohn von Dieter – und somit der Neffe von Uli Hoeneß.

Sebastian Hoeneß will seine Stuttgarter zum Sieg coachen (Archivbild): Er selbst ist jedoch gebürtiger Münchner. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)

Dass ausgerechnet Sebastian am Freitag versucht, den Bayern den Saisonstart zu vermiesen, hat noch ein weiteres Geschmäckle. Der VfB-Trainer wurde am 12. Mai 1982 in München geboren und kennt den FC Bayern auch aus eigener beruflicher Erfahrung bestens. Von 2017 bis 2019 trainierte er die U19 des Rekordmeisters, anschließend übernahm er die zweite Mannschaft und führte sie 2020 als Aufsteiger zur Meisterschaft in der 3. Liga.

Und selbst innerhalb seiner Familie führen die Verbindungen zu beiden Vereinen. Vater Dieter spielte zunächst für Stuttgart und anschließend acht Jahre für Bayern; später arbeitete er als Manager des VfB. Vor dem Pokalfinale zwischen beiden Klubs im Mai beschrieb Dieter Hoeneß seine Situation deshalb selbst als zwiespältig. Seine Sympathie neige angesichts seines Sohnes zwar etwas zum VfB, sagte er damals dem DFB – zugleich verbinde ihn viel mit Bayern und natürlich mit seinem Bruder Uli.

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Familie Hoeneß: So ist das Verhältnis zwischen Onkel und Neffe

Ein angespanntes Verhältnis zwischen Onkel und Neffe ist öffentlich nicht bekannt – im Gegenteil. Uli Hoeneß hat die Arbeit Sebastians mehrfach ausdrücklich gelobt.

Als Stuttgart im Herbst 2023 unter seinem Neffen überraschend weit oben in der Bundesliga stand, erklärte Hoeneß bei RTL, er verfolge die Spiele des VfB „mit großer Freude“. Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, wie Sebastian die Mannschaft nach dem beinahe erfolgten Abstieg stabilisiert hatte. Selbst als Stuttgart damals zeitweise vor Bayern stand, machte der Onkel deutlich: Sollte der VfB tatsächlich besser sein, dürfe er auch vor den Münchnern stehen. Verhindern müsse das eben der FC Bayern selbst.

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