Höchstwerte in Serie
Mehr als 40 Grad: Hitze lässt Temperaturrekorde purzeln
Aktualisiert am 27.06.2026 – 21:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Erneut ein Höhepunkt der Hitzewelle: An zwei Tagen hintereinander hat der Deutsche Wetterdienst vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen.
Der endende Juni hat Deutschland Temperaturrekorde in Serie beschert: Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert. Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
Erst am Freitag hatte der DWD in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur registriert, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Am Samstag wurde dieser Rekord an derselben Wetterstation erneut gebrochen: 41,4 Grad zeigte das Thermometer um 15 Uhr im Nordwesten der saarländischen Hauptstadt.
Zahlreiche Rekordwerte
Der DWD teilte gleich mehrere bundesweite Rekorde mit: An 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad gemessen. An insgesamt 250 Stationen wurden so hohe Werte gemessen wie nie zuvor. Zudem wurden an 211 weiteren Stationen Rekordwerte für Juni gemessen. Zahlreiche Bundesländer vermeldeten ebenfalls Rekordgradzahlen.
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Es handelt sich allerdings ebenfalls um vorläufige Werte – sie könnten vom Wetterdienst im Nachhinein noch korrigiert werden. Der vorherige Hitzerekord für Deutschland hatte bei 41,2 Grad Celsius gelegen, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen.
Mehrere Rekorde geknackt
Damit sind im Juni bundesweit einige Rekorde gefallen: neben der bisher höchsten jemals gemessenen Temperatur auch der Juni-Rekord für Deutschland. Der hatte zuvor bei 39,6 Grad gelegen, gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
Der bisherige Rekord für die wärmste Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen war in den Nächten auf Donnerstag und auf Freitag in Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz eingestellt worden. Dort fiel die Temperatur laut vorläufigen DWD-Angaben jeweils nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger alleiniger Rekordhalter war der Berg Weinbiet – ebenfalls in Rheinland-Pfalz -, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.
Auch Verkehr betroffen
Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen rieten wegen der Hitze am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. „Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen“, heißt es in einer online veröffentlichten Bahn-Mitteilung.
