Sechs Passagiere festgenommen
Durchsage auf Kreuzfahrtschiff schockiert Gäste
Aktualisiert am 06.08.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Morgen schallt es durch die Lautsprecher eines Kreuzfahrtschiffs, dass der Kapitän die Kontrolle verloren habe. Notrufe werden abgesetzt.
Die Passagiere der „MSC Divina“ sind bei einer Reise des Kreuzfahrtschiffs am frühen Morgen mit einer besorgniserregenden Durchsage aufgeweckt worden. „Der Kapitän hat die Kontrolle über das Schiff verloren“, hieß es Ende Juli plötzlich aus den Lautsprechern, wie unter anderem die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtet.
Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt auf dem Weg von Marmaris in der Türkei nach Neapel. Aufgeregte Passagiere setzten daraufhin Notrufe ab, so der Bericht. Doch die Durchsage kam gar nicht von der Besatzung: Offenbar hatten sich sechs Passagiere Zugang zum Lautsprechersystem verschafft.
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Wie die Zeitung weiter berichtet, wurden die Verdächtigen später im Hafen von Neapel angezeigt. Ihnen wird laut Zeitung vorgeworfen, sich unbefugt Zugang zu einem System verschafft und einen Fehlalarm ausgelöst zu haben. Die Betreiberfirma des Schiffes, MSC Cruises, meldete sich am Donnerstagmorgen zu Wort. „Wir können bestätigen, dass über die Lautsprecheranlage des Schiffes eine unbefugte Durchsage ausgestrahlt wurde. Zu keinem Zeitpunkt wurden die Schiffssysteme – einschließlich der Computersysteme – gehackt oder kompromittiert und der sichere Betrieb des Schiffes wurde in keiner Weise beeinträchtigt“, hieß es in einer Stellungnahme.
Der Vorfall habe sich auf die Lautsprecheranlage des Schiffes beschränkt. Nachdem er entdeckt wurde, sei das Problem umgehend behoben worden. Es wurden laut Betreiber auch Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, „dass sich so etwas nicht wiederholt“.
Die Beteiligten seien den zuständigen Behörden gemeldet und vom Schiff entlassen worden. „Der Kapitän hat eine Klarstellung gesendet, und wir haben uns bei unseren Gästen für die Unannehmlichkeiten und die dadurch verursachten Sorgen entschuldigt“, so die MSC Cruises. Betroffen waren offenbar nur zwei Decks.
